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Astronomie.
Vap. I!.
sen wieder noch zartere Kräuselungen, und so fort bisins Unendliche, bemerken.
119) Mit den Ursachen dieser Unregelmäßigkeitenin der Sonnenbcwegung haben mir für jetzt noch nichtszu thun, indem ihre Erklärung einem vorgeschrittener»Theile dieses Werkes angehört; aber den Unterschiedzwischen Sonnen- und Sterntagen mußten wir beiZeiten kennen lernen, und dürfen ihn nie aus demAuge verlieren, indem er alle Theile der Astronomiednrchdringr. Im bürgerlichen Leben ist es, wie be-reits erwähnt worden, die mittlere oder Durch-schnittslänge des Sonnentages, nach welcher dieZeit berechnet wird. Er beginnt um Mitternacht, aberdie Astronomen (wenigstens in England) weichen, selbstwenn sie sich der mittlern Sonnenzcit bedienen, vonder bürgerlichen Rechnung darin ab, daß sie ihrenTag um Mittag anfangen, und die Stunden von vfortlaufend bis 24 zählen. So entspricht II Uhr Vor-mittags am zweiten Januar, nach bürgerlicher Zeit-rechnung, dem ersten Januar und 23 Stunden nachastronomischer Rechnung; und 1 Uhr Nachmittags nachersterer Rechnung, dem zweiten Januar und 1 Stundenach letzterer. Dieser Gebrauch hat seine Vortheileund Nachtheile, aber die letztem scheinen das Uebcr-gewicht zu haben, und es würde deshalb gut seyn,wenn es durchgesetzt werden konnte, daß die bürger-liche Rechnungsart der astronomischen substituirt würde.
12V) Astronomen und Bürger, welche verschiedenePunkte der Erdoberfläche bewohnen, differircn indessenvon einander in ihrer Zeitrechnung, wie es auch noth-wendig der Fall seyn muß, wenn man in Erwägungzieht, daß es an einem Orte Mittag ist, wahrend esan dem diametral gegenüber liegenden Mitternacht ist,daß an einein andern Orte die Sonne ausgeht, währendsie an einem vierten eben untergeht. Daraus entstehtgroße Unbequemlichkeit, besonders hinsichtlich solcherOrte, die sehr weit von einander liegen, und wodurchsogar in einigen kritischen Fällen ein Irrthum von ei-nein ganzen Tage veranlaßt werden kann. Um dieseUnbequemlichkeit zu beseitigen, hat man neuerdings an-