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Die Lehren der Astronomie
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s.ip. II. Durch Beobachtungen entdeckte Gesetz?.

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erklären lassen. Alle Sterne kehren zwar immernach demselben Zeiträume wieder zum Meridian, ederzn irgend einem Vertikalkreise zurück; aber dieserZeitraum ist sehr verschieden von demjenigen, nachwelchem die Sonne wieder zurückkehrt. Er ist auffal-lend kurzer, denn er betragt nur 23 St. 50 M. 4,09S., starr 24 Stunden, solche Stunde» nämlich, wiesie unsere gewöhnlichen Uhren angeben. Sonach hät-ten wir denn zwei verschiedene Tage, einenStcrntag und einen Sonnentag; und wenn wirstatt der Sonne den Mond beobachten, so finden wireinen dritten, der viel länger ist, als die beiden vor-hergehenden, nämlich einen Monds rag, dessen mitt-lere Dauer 24 St» 54 M. unserer gewöhnlichen Zeitbeträgt, welche letztere Sonnenzelt ist, indem sienothwendig der successiven Ruckkehr der Sonne con-form seyn muß, als wonach sich alle Geschäfte desLebens richten.

110) Nun findet man, daß alle Sterne überein-stimmend für den Sterntag genau dieselbe Dauervon 23 St. 50 M. 4,09 S. geben, und wir konneudeshalb nicht anstehen, diese Zeit als die Periode an-zunehmen, in welcher die Erde eine Umdrehung nurihre Are vollendet. Wir sind demnach genöthigt, dieSonne und den Mond als Ausnahmen vom allgemei-nen Gesetze zu betrachten, insofern sie eine von denSternen verschiedene Natur, oder wenigstens eine vonihnen verschiedene Beziehung zu uns besitzen, und ei-genthümliche, wahre oder scheinbare, Bewegungen ha-ben, die von der Umdrehung der Erde um ihre Areunabhängig sind. Somit ist uns ein großer und höchstwichtiger Unterschied aufgeschlossen.

117) Um diese Thatsachen zu begründen, bedarfes fast keines Apparates. Ein Beobachter braucht sichnur nördlich von einem deutlich begrenzten, vertikalenGegenstande, z. B. der Ecke eines Gebäudes, zustellen, und sein Auge genau an einen gewissen festenPunkt (z. B. vor eine kleine Oeffnung in einer an ei-nem unbeweglichen Träger befestigten Metallscheibc)