C.ip. II,
Theorie der Jnstrumentalfchlcr.
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ii nd dareius das Mittel zu n c h in e n; denn dieWirkung der Crcentricität besteht iunner darin, einesolche Ablesung gerade um dieselbe Quantität zu ver-mehren , um welche sie die andere vermindert. Fernerangenommen, der eigenthümliche Gebranch dieses In-strumentes erfordere, daß seine A.re genau der Erdareparallel sey. Da sie mm niemals so gelegt werden,oder so bleiben kann, so fragt es sich, wie groß derFehler sey, der beim Gebrauche des Instrumentes durchirgend eine bestimmte Abweichung, (entweder in einerhorizontalen oder in einer vertikalen Ebene) von jenergenauen Lage entstehen kann. Dergleichen Untersuchun-gen bilden die Theorie der Jnstrumentalfehler, eineTheorie von der größten Wichtigkeit für die Praxis,und deren vollkommene Kenntniß einen Beobachter inden Stand seht, selbst mit maßigen Instrumentalmittelueinen Grad von Genauigkeit zu erreichen, den nur diefeinsten und kostbarsten Instrumente scheinen gewährenzu können. In dem gegenwärtigen Werke beschäftigenwir uns indessen mit diesem Punkte nicht weiter. Diewenigen astrononstschen Instrumente, die wir in diesemCapitel beschreibeü wollen,, werden, sowohl rücksichtlichihrer Construction, als ihrer Berichtigung als vollkom-men angenommen.
114) Da die obigen Bemerkungen zum richtigenVerständniß der Philosophie unseres Gegenstandes unddes Geistes astronomischer Methoden sehr wesentlich sind,so wollen wir sie durch einen Fall erläutern. Beobach-tende Personen hatten schon vor der Erfindung astrono-mischer Instrumente geschlossen, daß die scheinbaren tag-lichen Bewegungen der Sterne in Kreisen um feste Poleam Himmel (wie im vorhergehende» Capitel dargethauworden ist) vor sich gehen müßten. Bei dieser Schluß-folgerung war indessen die Strahlenbrechung ganz über-sehen worden, oder wenn sie sich durch ihre betrachtli-che Größe in der immittelbaren Nähe des Horizon-tes ihrer Bemerkung aufgedrungen hatte, so war sieals eine lokale Unregelmäßigkeit betrachtet, und alssolche vernachlässigt, oder unberücksichtigt gelassen wor-den. Sobald man aber die taglichen Bahnen der Sterne