Cap. I.
Ecklärungcn.
ternachts- oder Mittagspunkte deS Horizontes (je nach-dem der Nord- oder der Südpol über dem Horizonterhaben ist), wenn nämlich der Himmelskörper dnrebeinen Vertikalkreis auf den Horizont bezogen wird; odereS ist der Winkel zwischen zwei Vertikalebenen, von de-nen die eine durch den erhabenen Pol, die andere durchden Himmelskörper gelegt ist. Wenn demnach dieHöhe und das Aziinuth eines Himmelskörpers be-kannt sind, so ist damit sein Ort am sichtbaren Himmelbestimmt. Für die gleichzeitige Messung der Höhe unddes Azimuths ist ein besonderes Instrument erfundenworden, das sogenannte Hoben- und Azimuthalinstru-ment, welches im nächsten Capitel beschriebe» werdensoll.
86) Zehnte Erklärung. Die Breite einesOrtes auf der Erdoberfläche ist sein Winkelabstand vomAeguator, auf seinem eigenen Erdmeridiane gemessen.Sie wird berechnet nach Graden, Minuten und Sekun-den 0" bis 99", und ist nördlich oder südlich, je nachder Halbkugel, auf welcher der Ort liegt. So liegtz. B. die Sternwarte zu Greenwich unter S1" 38" 49"nördlicher Breite. Diese Erklärung der Breite ist, wiebemerkt werden muß, nur als vorläufig z» betrachten.Eine genauere Kenntniß der physischen Struetur undGestalt der Erde, und eine bessere Bekanntschaft mitden Subtililaten der Astronomie, wird eine Modifika-tion dieses Ausdrucks, oder eine andere Art, ihn auf-zufassen, notbwendig machen.
87) Eil sie Erklärung. P ar a l l c lkr c i se derBreite sind kleine Kreise auf der Erdoberfläche, welchemit dem Aequator parallel laufen. Jeder Punkt in solcheinem Kreise hat die nämliche Breite. So sagt manz. B., Greenwich liege in dem Parallelkreise vonS1" 28" 49"".
88) Z w ö l fte E r klä ru n g. Die Länge einesOrtes auf der Oberfläche der Erde ist die Neigung sei-nes Meridianes gegen denjenigen eines bestimmten Or-tes, von welchem aus man rechnen will. EnglischeAstronomen und Geographen nehmen die Sternwarte zuGreenwich als einen solchen bestimmten Ort an, Aus-