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Astronomie.
Cap. ?.
selbst und allen Gegenständen, die uns unmittelbar um-geben, nicht selbst, ohne daß wir es gewahr werden,in Bewegung sey. Die scheinbaren Orte einer Mengevon Gegenständen und ihre scheinbare gegenseitige An-ordnung ist demnach wesentlich abhängig von demStandpunkte des Beobachters unter iknen; und wenndieser Standpunkt, ohne Wissen des Beobachters, selbstder Veränderung unterliegt, so wird in den Lagen derGegenstände zu einander eine Veränderung eingetretenzu seyn scheinen, ohne daß es wirklich der Fall ist.Verhalt sich dieses aber in der That so, so folgt dar-aus, daß nicht alle Bewegungen, die wir unter denSternen zu bemerken glauben, wirkliche Bewegungensind, sondern daß wenigstens ein Theil der Veränderun-gen des relativen Ortes, die wir unter den Sternenwahrnehmen, bloß scheinbar, und das Resultat derVeränderung unseres eigenen Standpunktes seyn müsse;und daß, wenn wir jemals zu einer Kenntniß ihrerwirklichen Bewegungen gelangen wollen, dieses nur da-durch geschehen kann, daß wir zuerst unsere eigene er-forschen , und die Wirkungen derselben gehörig in An-schlag bringen. Die Frage, ob die Erde im Zustandeder Bewegung oder der Ruhe sich befinde, und wennersteres der Fall ist, wie diese Bewegung beschaffen sey,ist folglich nichts weniger als unwichtig, sondern eshängt davon unsere einzige Aussicht ab, zu richtigenSchlüssen über die Einrichtung des Weltalls zu ge-langen.
15) Man finde es nicht sonderbar, daß wir voneiner Bewegung der Erde sprechen, welche von den Be-wohnern derselben nicht bemerkt wird. Man erinneresich, daß wir von der Erde als einem Ganzensprechen, mit allem, was sie in sich, oder auf ihrerOberfläche enthält; von einer Bewegung, welche derfesten Blasse, dem Oceane, welcher dieselbe umgiebt,der Luft, welche auf der Erde ruht, und den Wolken,welche über der Erde in der Luft schwimmen, gemein-schaftlich ist. Eine solche Bewegung, die keinen irdi-schen Gegenstand von seiner relativen Stelle unter an-dern Gegenständen verrückt, keinen der natürlichen Pro-