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Die Lehren der Astronomie
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Astronomie.

Cap. I.

bezeichnet (unter welchen die Alten nicht allein dieeigentlichen Sterne, sondern auch die Sonne, den Mondund alle sichtbaren Bestandtheile des Himmels verstan-den), zeigt dieses zur Genüge an; und obschon der Aus-druck Astrologie, welcher die Vernunft, die Theo-rie, oder die Erklärung der Sterne*) bezeichnet,in seinem Gebrauche herabgewürdigt, und auf abergläu-bische und täuschende Versuche, künftige Ereignisse, ver-möge ihrer Abhängigkeit von angeblichen planetarischenEinflüssen, zu weissagen, beschrankt worden ist, so hattedoch dieser Ausdruck ursprünglich jene Bedeutung.

18) Aber außer den Sternen und anderen Him-melskörpern ist die Erde selbst, als einzelner Himmels-körper betrachtet, ein Hauptgegenstand der Erwägungdes Astronomen, ja in der Thai der wichtigste von allen.Ihre Wichtigkeit in praktischer sowohl, als theoretischerBedeutung beruht nicht allem in ihrer Nähe und in ih-rer Beziehung zu uns, als lebendigen Geschöpfen, de-nen sie die Befriedigung aller Bedürfnisse gewährt, son-dern darin, daß sie der Standpunkt ist, von wo auswir alle übrigen Himmelskörper erblicken, und zugleichder einzige unter denselben, von weleben wir zuerst be-stimmte Merkmale und Maaße entnehmen können, ummittelst derselben die Veränderungen ihrer Stellung zuerkennen, oder ihre Entfernungen zu vergleichen.

13) Dem Leser, welcher jetzt zum erstenmale einWerk über Astronomie in die Hand bekommt, muß essicherlich sonderbar vorkommen, wenn er findet, daß dieErde mit den Himmelskörpern in gleiche Classe gesetzt,und daß für, dem Anscheine nach, so verschiedene Ge-genstände eine gemeinschaftliche Natur angenommen wird.Denn was kaun in der That anscheinend verschiedenar-tiger seyn, als die weite und scheinbar unermeßlicheAusdehnung der Erde, verglühen mit den Sternen, die

Vernunft, oder Wort, das Vehikel der Vernunft,der Dolmetscher des Gedankens.