Druckschrift 
2 (1880) 1835 - 1847
Entstehung
Seite
389
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Panl's Tod.

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Vater der nach und nach verwaisten Kinder seiner Geschwister,und der sorgsame und pflichteifrige Wahrer ihrer Angelegen-heiten. Die Söhne Felix' nahm er in sein Haus auf, währenddie Töchter in der Obhut der würdigen und trefflichen FrauJeanrenaud, der Mutter von Cecile, verblieben. Die Tochtervon Rebecka verlebte ebenfalls mehrere Jahre in seinerFamilie. Nicht am wenigstens fand Sebastian Hensel anihm einen stets bereiten Freund und Berather in allen wich-tigen Angelegenheiten seines Lebens.

Da Paul allem in die Oeffentlichkeit treten abhold war,so ist es ihm doppelt hoch anzurechnen, dass er es über sichgewann, mit der Herausgabe der Felix'schen Briefe vorzugelin,und dadurch so ausserordentlich viel zur Richtigstellung desallgemeinen Urtlieils über diesen beigetragen. Der rechtbedeutende Ertrag der Briefe wird zu Unterstützungen ver-wendet.

Leider war Paul ein Erbtlieil der Familie versagt, derschnelle schmerzlose Tod. Nach langen, schweren Leidenendete sein Leben am 21sten Juni 1874. Seine Gattin folgteihm am 17ten Juli 1879 nach.

Die Worte, welche Felix am 7ten Juli 1847 an Rebeckageschrieben hatte:Ein grosses Kapitel ist nun eben ausund von dem nächsten ist weder die Ueberschrift, noch daserste Wort bis jetzt da. Aber Gott wird es schon rechtmachen; das passt an den Anfang und den Schluss von allenKapiteln," diese Worte hatten nach Felix' Tode für die Fa-milie eine noch tiefere, ernstere Bedeutung gewonnen. DasKapitel, das Leben, wie es bis dahin geführt worden war, eswar allerdings für die Mendelssohn'sche Familie aus, und fürimmer; mit Fanny und Felix war das frohe, künstlerischeElement schnell dahin gerafft. Aber auch für alle Deutschenwar mit dem Jahre 1847 ein Käpitel aus und die Ueberschriftdes nächsten lautete: Politik.

Was wir erlebt, es ist weltbekannt und gehört nicht inden Rahmen dieses Buchs. Wir besitzen ein einiges und ge-achtetes Vaterland, wir haben das Höchste errunnen. was dem