Druckschrift 
2 (1880) 1835 - 1847
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Reise- und Heimatlibriefe.

moglie in tenera etd" , sagte uns ein Schifferjunge in la Spezia,icli frug Diriclilet, oh bei uns die Droschkenkutscher sosprächen? Liebe Fanny, nimm ja die Wohnung, wo wirüber's Dach steigen müssen, die will do, lass Hensel dazuträumen, Ihr wohntet auf dem Daclr, und macht ein Duettdaraus.

Viel Aufsehen macht hier eine Statue von einembisherigen Holzschneider, Dupre aus Siena, der sterbendeAbel. Wir haben sie gesehn, es ist wirklich eine fastunglaubliche erste Arbeit. Der Hann hat bis jetzt mitFrau und Kind gehungert, nun hat er Bestellungen auf zehnJahre, wird gemalt, in Kupfer gestochen, in Siena haben sieihm die Pferde ausgespannt, er soll nahe daran gewesen sein,den Verstand zu verlieren. Ein grausam Ding, das Publikum!Nun endlich Adieu, Ihr lieben Geschwister Alle, schreibtrecht viel und oft, das gehört zu allererst zu meinem Plaisir."

Rebecka an Fanny.

Florenz, den 6ten Oktober.

Ich warte eene Stunde, ich warte zwee Stunden", eskommt kein Brief von meiner Fanny, jedoch gestern einer vonPaul und Albertine, welche behauptet, Du schriebst mir alleacht Tage, das halte ich für eine Ausgeburt ihrer Phantasie;denn vierzehn Tage sind wir nun hier und haben, ausser denvon Nizza nachgeschickten, keinen von Dir bekommen, gradedarum richte ich den Brief wieder an Dich, denn ich halte esfür das beste Mittel, spätestens morgen einen von Dir herzu-beschwören, wie wir die Suppe bestellen, um Paul SonntagMittag zu citiren. Aus Paul's Brief sehe ich, dass meine arm-seligen Episteln cirkuliren, das rührt mich tief, besonders daich so sehr von der Leber weg Alles geschrieben habe, wasmich in der ersten Zeitgepuzzled" hat. Nun bin ich aberdurch uud danke Gott alle Tage, dass es mir vergönnt ist,diese Wunder hier zu sehen, und staune denn auch mit offenenAugen und Herzen. Du weisst ja, wie pianissimo Italien an-fängt, und wie es crescendo al fortissimo immer zugeht, je länger