Fanny an Kebecka.
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Niclitkommen, Dochkommen, icli fange nachgrade an, gar nicktmehr daran zu denken. Einstweilen kommt er Mittwoch aufacht Tage und hat auf die tausendjährige deutsche Freiheiteinen Choral komponirt, der liier, glaube ich, im Dom gesungenwerden wird. Höchst symbolisch für'seine, ebenfalls tausend-jährige Angelegenheit.
Wohl glaube ich, dass Du Consuelo in jedem Kraut-garten siehst; dass Du aber ihr Urbild nicht auf der Bühnesiehst und hörst, ist wirklich sehr schade. Das ist eine ein-zige Person! Und viele Ziige von ihr sind wirklich sehrgetroffen, wenn ich sie so reden höre, finde ich sie ganz wie-der. Schade nur, dass gerade unser vortrefflicher IntendantKüstner anderer Meinung ist, und sie durch Grobheiten allerArt verhindert, hat, ein drittes Mal aufzutreten (wofür siemorgen noch ein Concert giebt), und sie überhaupt nichtengagiren will, obgleich sie Lust hätte, hier an der deutschenOper zu singen, womit uns einigermassen geholfen wäre. —Die alte Hofräthin Herz hat eine nicht üble Probe von Un-verwüstlichkeit abgelegt: sie ist von ihrer Treppe, sechszehnbis siebenzehn Stufen, über das Geländer auf den Stein-boden gestürzt, wo jeder andere Mensch sich todtgefallen hätte;hat noch ein Stück Geländer mitgenommen; unten angekommenhat sie sich gewehrt, als die vor Schreck lialbtodten An-wesenden sie aufheben und hinauftragen wollten, Dieffenbachfand einige blaue Flecke an ihr und drei Tage nachher warsie wieder vollkommen wohl. — — —
Leb wohl, reise weiter so glücklich wie Du mit GottesHülfe angefangen, und schreibe mir immer sechsmal, ehe Duden Andern einmal schreibst, so will es die poetische Gerech-tigkeit. — —"
Aus einem Brief von Kebecka an Fanny.
Badenweiler, den 3ten August.
Könnt' ich Dir nur etwas von den Felderdbeeren schicken,womit die Berge hier bedeckt sind, und die, mit wenig Ueber-treibung, so gross sind, wie bei uns die Ananaserdbeeren.Und die Forellen — ach die Vergissmeinnicht, ach die