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2 (1880) 1835 - 1847
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Felix an Fanny.

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geht es ancli besser. So schleicht die Zeit fort, aber waswir gehabt haben, wird nicht weniger lieb, und was wir ver-loren haben, nicht weniger schmerzlich mit der Zeit."

Natürlich war es das Bestreben der Berliner Familie,Felix in dieser für Alle schweren Zeit so oft als möglich zusehn, und so hatten auch Hensels eine Eeise nach Leipziggeplant, zu der den äusseren Anlass eines der Gewandhaus-concerte geben sollte. Felix schreibt darüber:

Leipzig, d. Ilten Februar 1843.

Lie b e Fanny!

Diese Zeilen schreib ich, um Dir zu sagen (nicht ohneIngrimm), dass das nächste Abonnements-Concert eines derschlechtesten, wo nicht das "schlechteste wird, das wir denganzen Winter gegeben haben. Erlass mir die schriftlicheErzählung aller Umstände, die uns zwingen, statt der d-rnoll-Symphonie von Beethoven, die a-dur-Symphonie von Pape undstatt der Bacli'sclien h-moll-Messe eine Cavatine von Donizettiaufzuführen genug, es ist so und ich liab's nicht ändernkönnen. Nun entscheide Du, ob Du lieber zu einem schlechtenConcerte, aber recht bald (was auch sein Gutes hat), oder zueinem besseren Concerte, aber eine Woche später kommen willst(was sein Unangenehmes hat).

Ist der Dieb heraus?*)

In der Leipziger Allgemeinen Zeitung steht ein Artikelman habe einen frechen Einbruch in der Wohnung des ProfessorD. . . bei Nacht gemacht: die Polizei habe ihn acht Tagezuvor gewarnt und acht Tage lang habe man alle Vorsichts-massregeln angewendet, aber da Niemand erschienen sei, sohabe man am neunten die Wächter verabschiedet und in der-selben Nacht sei der Einbruch verübt worden. Ich habe dieGeschichte aus guter Quelle anders gehört und erzählt; auchverlängere und verkürze, verdicke und verdünne ich das Brech-eisen fortwährend nach Umständen. Mit oder ohne Spassbleibt die Sache aber höchst abscheulich.' 1

*) Es hatte kurz vorher ein äusserst frecher Einbruch in derDiricMet'schen Wohnung stattgefunden.

Die Familie Mendelssohn. II. 14