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1842—1843.
Das Weihnachtsfest verging natürlich ungefeiert und trau-rig; es war eine Art Erleichterung, als die Festtage vorüberwaren. Am Montag nach Weihnachten reiste Dirichlet mitseinem ältesten Sohn auf einige Tage nach Leipzig hinüber.Felix schrieb bald nach diesem Besuch an Rebecka:
Leipzig, den 5ten Januar 1843.
Liebste Schwester!
„Diese Zeilen sollen Dir unsern Dank bringen für diegrosse Freude, die uns Dirichlet und Walter bereitet haben;und da Du Dich in dieser Zeit ihrer Anwesenheit beraubt hast,so bist Du es, der wir mit ihnen diese Freude verdanken. Wiewohl mir ihre Gegenwart getlian hat, will ich Dir mal münd-lich besser auseinandersetzen, als jetzt schriftlich; die bitterenThränen kamen mir wieder in die Augen, als ich mit demDampfwagen endlich doch nicht Schritt halten konnte. Dassund wie sehr ich mit Dirichlet harmonire, weisst Du schonlängst; aber dennoch war es mir fast unerwartet, wie leichtund natürlich er sich in unser hiesiges Leben fand, da ich ihmniemals eigentlich so was recht für ihn Passendes hier zu be-reiten gewusst hätte und in dieser Zeit weniger als je. Erwar ganz und gar auf uns beschränkt; nicht einmal unserenächsten Freunde sehen wir jetzt häufig; weil uns am wohlstenist, wenn wir ganz allein sind. So schien es ihm aber auchzu sein, und wenn ihm die Zeit nur halb so wohlthuende Er-innerungen zurücklässt, wie uns und Allen, die mit ihm hierzusammengekommen sind, so hoffe ich, dass er sein Versprechenhält und uns bald noch einmal besucht. Mit Dir aber, Beckchen,Du musst doch einmal unsere Wohnung gesehen haben!
Ueber Walter hätte ich Dir eigentlich ein ganzesBuch zu schreiben; Du kennst den Jungen nicht halbso gut, wie ich. (Hier moquirst Du Dich über mich.) Abergewiss, ich glaube nicht, dass ich mich in dem Jungenirre, wenn ich ihn in Allem, was er hat und nicht hat, ist undnicht ist, ein wahres Muster und ein herrlich und glücklichbegabtes Kind nenne. Ich weiss keinen Knaben, der mir mehr