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2 (1880) 1835 - 1847
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Felix' Berufung nach Berlin.

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Malerei, Skulptur, Architektur und Musik, und jeder Klasseeinen Direktor vorzusetzen, welchem nach einer bestimmtenKeilienfolge abwechselnd die Oberleitung der Akademie zu-gedacht war. Die musikalische Klasse, zu deren Direktorman Mendelssohn ausersehen hatte, sollte im Wesentlichen auseinem grossen Conservatorium bestehen, und es wurde in Aus-sicht genommen, dass dieses einst, in Verbindung mit denMitteln des Königlichen Theaters, öffentliche Concerte, theilsgeistlichen, theils weltlichen Inhalts geben sollte.

Die Sache klang sehr verlockend und der Gedanke, dassdamit eine Gelegenheit endlich gegeben sein möchte, Felixwieder nach Berlin zu ziehen und ein Zusammenleben derganzen Familie zu ermöglichen, warf natürlich ein grossesGewicht in die Wagschaale sowohl bei den Geschwistern, dieAnnahme dringend zu wünschen und zu befürworten, als auchbei ihm, anzunehmen. Nichtsdestoweniger stiegen gleich vonAnfang an bei Letzterem starke Zweifel auf, nicht sowohldaran, dass der Plan, wie er aufgestellt war, ausgeführt wer-den könnte, als dass er ausgeführt werden würde; und wirwerden im weiteren Verlauf dieser Angelegenheit sehen, wierichtig er die Verhältnisse beurtlieilte. Er kannte die Unbe-stimmtheit, mit der der König solche Dinge behandelte; alleAuswärtigen, welche er nach Berlin gezogen hatte, waren inder vagesten Weise berufen, sie gingen in Berlin spazieren,verzehrten grosse Summen und hatten eigentlich Nichts dafürzu tliun; man hatte nicht Stellungen, zu deren Bekleidung dieMänner bestimmt waren, sondern man holte sich Männer undsuchte nun vergeblich Stellungen für dieselben auszumitteln;

Mendelssohn wollte vorerst den genau bestimmten Wirkungs-kreis kennen lernen, in den einzutreten er berufen sein sollte,und darüber begannen nun die Verhandlungen, denn es zeigtesich sofort, dass er damit den faulen Punkt der Sache getroffenhatte, der Wirkungskreis war nicht da, und fand sichauch nicht. Sein Blick war durch Lebenserfahrungen geschärft:ür seiner Düsseldorfer Wirksamkeit hatte er selbst unter dem ^

Emfluss unbestimmter Verhältnisse gelitten und gerade dasGeordnete, Feste der Leipziger Stellung war ihm sehr ange-