Rom in Mondschein.
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wollen, in Berlin zu befördern, denn Ihr habt keinen Begriffdavon, wie gern er die isst. Ich habe es ihnen nicht abge-winnen können, sowenig, als dem gerühmten Caprettobrätchen,für das er ebenfalls eine grosse Zärtlichkeit hat: es schmeckt,wie wilder Hammel. Vor Allem am besten aber schmeckt mirhier die Luft. Ich kann nicht aufhören, sie zu loben und zulieben.
Tagebuch.
löten Mai. Früh mit Wilhelm nach Villa Wolclionsky,die Parthie dorthin für den Dienstag zu verabreden. EinParadies! Diese Masse von Rosen zwischen den Ruinen, denCypressen, den Aloes, Alles Fülle, Alles üppige und doch ernsteSchönheit. Es ist ein himmlisch Plätzchen und wenn dieschon so oft verschobene Parthie gelingt, dann kann sie einzigwerden. Diesen Abend steht uns die schöne Mondscheins-Coliseums-Partliie bevor.
17ten Mai. Unsere gestrige Parthie wurde ganz anders,als wir erwartet hatten, aber sehr genial. Sonnenuntergangund Mondaufgang waren sehr schön und Niemandem fiel einZweifel ein. Magnus und Landsberg kamen gegen Abend.Um neun kamen unsere Franzosen und Bousquet stellte einenvierten vor, einen Violinisten der komischen Oper, Terry:darauf verfinsterte sich der Mond dergestalt, dass wir dieHoffnung auf unsere Parthie aufgeben und den Wagen untervielem Jammern und Wehklagen abbestellen mussten. Daswar sehr „öklich"; ich musste nun spielen und habe in langerZeit nicht so schlecht gespielt, als „les aäieux, l'absence et leretour", der Fremde genirte mich. Nachher spielte ich nochMehreres aus Fidelio; schon beim Anfang der Sonate hattesich der Himmel etwas aufgeheitert, gegen halb zwölf wardes ganz klar und sogleich beschlossen wir unter allgemeinemFreudengeschrei, nach dem Coliseum zu gehen. Wir nahmenden Weg über Fontana Trevi, die wirklich auch sehr schönim Mondschein aussieht, Monte Cavallo, das war göttlich, dieColossen und die Fontaine in diesem Lichte, ich habe nichtsWunderbareres gesehen; der ganze Platz und die Fernsicht