Druckschrift 
2 (1880) 1835 - 1847
Entstehung
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Rom.

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Nachts über aufzubleiben, da sie entschieden Angst hatte, sichdort dem Schlaf zu überlassen.

An die Familie.

Rom, den 2 8 s t e n November 39. Auch diesgrosse und wichtige Reiseziel wäre glücklich erreicht, undwir legen nun die Wanderstäbe für ein Weilchen hei Seite.Vorgestern Abend um zehn Uhr sind wir hier angekommen,und heute Abend lobt uns sitzen wir am Kaminfeuerin einer ziemlich behaglichen Privatwohnung und sind voll-kommen fertig mit allem Kramen. Was man uns in Florenzüber den Mangel an Wohnungen sagte, war ganz falsch, dennwer das Geld nicht anzusehen braucht, hat die Auswahl unterden schönsten und bestmeublirten; wir haben ihrer in Mengegesehen, und es gehörte wirklich sehr viel Mässigung dazu,um sich nicht verleiten zu lassen und in irgend einer sitzenzu bleiben. Indessen hin ich ganz zufrieden, denn ich hattemich auf viel Schlechteres getasst. Wir zahlen für vier Stuben,gut meublirt, nahe der besten Gegend, freilich zwei Treppenhoch und ohne schöne Aussicht, 30 Scudi monatlich, welcheshier ein mittlerer Preis ist. Ich habe alle meine Niedlichkeitenausgepackt, um dem Salotto noch mehr auf die Beine zuhelfen.

Den 2 9 s t e n. Wir sind nun den vierten Tag in Rom,und, fast schäme ich mich es zu sagen, noch habe ich fastgarnichts gesehen. Das Wetter ist sehr schlecht, und meinMann hat noch die ganzen Tage umherzulaufen gehabt. Ichwollte, Ihr könntet ihn hier sehen, ich habe wirklich meineFreude dran, das Glück leuchtet ihm aus den Augen; wie ervon den Leuten aufgenommen wird, und wie sie sich freuen,ihn wiederzusehn und alles behalten haben, was er that undsprach und ass und trank, und zum Zeichen, dass sie ihnerkennen, gleich nach Gralil fragen, das Alles macht mir dengrössten Spass. Sein und Felixens Name sind mir hier einPaar weiche Ruhekissen. Ich habe es aber um so schwererund muss verflucht liebenswürdig sein, um den Meinigen Ehre