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Italien.
mel, Militärmusik, Conversation, Kindergeschrei, Alles unter-einander, es ist ein Lärm zum Tollwerden. Als ich zu Hauskam, hatte ich meine Tuchnadel verloren, mein Mann liefwieder fort, sie mir zu suchen trotz meiner Gegenvorstellungenund hat sie richtig auf dem Marcusplatz wiedergefunden —das ist doch das grosse Loos! —
Nun miisste ich eigentlich noch über unsere sechstägigeHeise von Mailand nach Venedig berichten, während der wiruns in Giema, Brescia, Desenzano, Verona, Vicenza und Paduaumgesehen haben, ich will Euch aber im Wesentlichen aufGöthe verweisen, der die Sache wohl beinahe so gut beschreibtals ich es könnte, — verändert hat sich in den Orten nichtVieles. Von der Architectur des Palladio, den er so überAlles verehrt, und der halb Vicenza, nebst einem guten Theilvon Padua und Venedig gebaut hat, könnt Ihr Euch einenBegriff machen, wenn Ihr sie der Schlüter'schen sehr ähnlichdenkt. Namentlich an's Zeughaus erinnern viele seiner Ge-bäude, und ich kam mir daher in Vicenza garnicht fremdvor. Es ist uns unbeschreiblich interessant, jetzt auf frischerThat zu lesen, was er darüber sclireibt; es ist nun über 50Jahre her, dass er hier war, und Alles ist so wahr, und sofrisch, und so richtig, als wäre es heut beobachtet.
Was Ihr uns über den Daguerrotyp schreibt, interessirtuns sehr: bitte, haltet uns au fait dieser wichtigen Sache."
Aus einem Briefe von Fanny an Cecile.
Venedig, 20sten Oktober 39.
„— — Grade als wir gestern Felixens Weisung erhielten,Tizian's Himmelfahrt Mariä öfters zu sehn, waren wir im Be-griff ihr unsern zweiten Besuch abzustatten; ich habe seinenGruss an die Glorie ausgerichtet, und kann ihn versichern,dass ich wenigstens nicht das Rindvieh bin, welches zwei undnoch einige Engelsköpfe nicht schön fände.*) Dieser Blumen-
*) Siehe Felixsche Briefe. Leipzig, Ilten September 1839.