Seydelmann in Leipzig. Musikalisches.
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der wird graulich; Mm. Löwe von Berlin, Mm. Botgorscliekvon Dresden, Mm. Shaw von London und Mm. Novello vonMailand treffen hier zusammen und liefern die Schlacht beiLeipzig im Gewandhause. — Die Novello kommt, glaube ich,express, um der Shaw einen „Sliawöernack" zu thun (verzeih,Hensel, dass ich in Dein Fach pfusche), sie fallt aus den Wolken,hat eine Menge unfrankirte Briefe aus Italien hergeschleudert,will zwei Tage nach dem ersten Auftreten der Shaw Concertgeben, dann will sie nach Bussland. —• —■
Im ersten Shaw-Concert führen wir die Beethoven'sclieEgmontmusik mit Deklamation von Seydelmann auf, ausserdemspielt der kleine Moser; mich schwitzt schon, wenn ich anden Abend denke. Professor Stenzel, Arnold Mendelssohn,Heinrich Beer, Emil Bendemann, die Frankfurter Kaufmann-schaft, Mühlenfels — alles das geht hier durcheinander. — —"
Leipzig, 29steil Decbr. 1838.
Felix an Fanny.
„— — Meine dritte Etüde ist eigentlich nur ein Sau-stück, gut oder schlecht gespielt; verzeih, dass ich Dir's ge-schickt habe; ich wollte Dir aber so gerne etwas schreibenund so kamen die schlechten Dinger (denn Du weisst, ichmache mir auch aus Nr. 1 und 2 nichts). Nun das Herz warschwarz dabei.
Hierbei ist auch wieder ein Brief an Mm. X. von Directions-wegen. Ich will Dir sagen, lieber Talleyrand, dass ihr dieHerren inliegend 60 Thlr. Honorar für das Concert bieten;das klatsche ich Dir, damit Du ihr vorkommenden Falls ver-sichern kannst, wir könnten nicht mehr zahlen; denn ver-muthlich wird sie handeln wollen, ich bin aber ein Feind da-von und es ist mir angenehm, dass die Herren gleich eineSumme bestimmten, die sie sonst niemals gegeben haben, dennunsere Engländerinnen erhalten weniger; ich meine auch, mankönnte damit zufrieden sein. Als ich Deinen Brief über die X.vorlas, gerietlien die Herren in Enthusiasmus über sie, ich