Druckschrift 
2 (1880) 1835 - 1847
Entstehung
Seite
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Keisepläne.

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gi'össten Genuss an Hensel's mitgebrachten Zeichnungen. Indie Gräfin D. bin ich ganz vernarrt, und sehe mir ihr himm-lisches Gesicht wohl zehnmal des Tages an. Sie werden meineuninteressirte Seele daran erkennen, dass es mich freut, wennmein Mann eine solche Schönheit zeichnet; so schön zu sein,das ist aber auch eine besondere und beneidenswürdige Gabedes Himmels. Schade, dass diese seltene Frau fast jedesLebensglück entbehrt!"

Berlin, 9ten Oktober 1838.

Fanny an Cecile!

Liebe Cile! Ich kann Dir nur drei Worte schreiben,um Dir zu Deinem Geburtstage Glück zu wünschen, oder viel-mehr Felix, der offenbar viel mehr Freude noch von DeinemLeben hat, als Du, dann muss ich ausgehn, und 27 Kühen dieSchwänze aufbinden, u. A. Fanny J. besuchen und auf morgenMittag einladen, ist Dir das Kuh genug? Also zwischen 3und 4, wenn dieser Brief ankommt, haben wir einige lang-weilige Leute zu Tisch und trinken Dein Wohlsein in Ananas-kardinal, Du Sonntagskind. Gott schenke Dil- Gesundheit undlanges Leben, und wenn Du einmal ein altes Mütterchen bist,und mit dem Kopfe wackelst, wird Dir das auch noch gutstelm, wie Alles, was Du unternimmst. Nun kannst Du miraber auch einmal schreiben, dennvoilei la troisüme fois Ll : dassich anklopfe, und Du hast noch nicht einmal gesagt:herein".Drum schreibe ich Dir auch nicht viel von der Ausstellung,von der diesmal gar nicht viel zu sagen ist. Wennwir uns nur noch sehn vor unserer Heise nach England. Ichhabe ein bischen gruselige Freude, wenn ich daran denke.London ist gar zu gross. Adieu, liebste Kinder, lebt wohlund verzeiht diese in Form eines Briefes zusammengelegte,und mit Adresse und Siegel versehene Stupidität. Ich bildemir ein, der Dunst des heut zuerst geheizten Ofens machtmich so dumm. Schreibe aber und denke daran, dass Dirdas gütige Geschick eine Schwägerin gegeben hat, die sichheut und immer nennt Deine

Liebende.

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