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1 (1880) 1729 - 1835
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Düsseldorfer Musikfest.

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einer Zeichnung von Scliadow in Berlin, wo jetzt ein sehrgeschickter Steinschneider leben soll, ein Petschaft geschnittenwerden.

Gestern früh in der Probe hatte Woringen dem Orchesterund dem Publikum angekündigt, dass sie zum ersten Mal seitder Existenz der Musikfeste ein drittes Goncert zu geben beab-sichtigten, und der Vorschlag, welcher im Comite grossenWiderspruch erfahren, weil er neu war, und man fürchtete, eswerde misslingen, wurde allgemein mit dem grössten Applausaufgenommen, weil die Decker singen, Felix spielen und derzweite Theil von Israel noch einmal gehört werden sollte.Proben waren nicht nöthig und so wurde denn gestern um elfUhr (ich schreibe nämlich dies heute, den 29ten Mai) das Gon-cert nach folgendem Programm gegeben:

Erster Theil: Felix' Ouvertüre, Scene aus dem Freischütz(Mine. Decker), Concertstück von Weber (Felix), Arie aus demFigaro (Mine. Kufferath).

Zweiter Theil: Ouvertüre zu Leonore. Der zweite Theilvon Israel.

Die Ausführung war durchaus trefflich, Orchester undChöre wetteiferten auf eine wirklich begeisterte Weise, undder letzte Chor von Israel wurde, ich kann es nicht andersnennen, rasend executirt. Felix erschien erst um elf einhalbUhr, was mich zu beunruhigen anfing (Ihr wisst, dass wir nichtzusammen wohnen), als er aber kam, wurde er sofort mit drei-fachem Tusch empfangen, und als er gespielt hatte, donnerteder Saal und vor Allem Chor und Orchester. Alle Gesangs-stücke wurden blos durch ihn am Ciavier begleitet, und obsclioner auf diese Weise während des ganzen Concerts unablässigund auf die mannigfaltigste Weise in Arbeit, und wie ich nach-her erfuhr, die Nacht unwohl gewesen und daher so spät ge-kommen war, hinderte ihn dies nicht, an einem Diner, welchesim Garten arrangirt worden und bei welchem ihm die Kölnerein Gedicht überreichten, sodann an der allgemeinen Landpartie(zu welcher in ganz Düsseldorf kein Pferd und Wagen, selbstkeine Postpferde mehr zu haben waren) und endlich Abendsam Ball Theil zu nehmen.