Felix' Vorliebe für nordische Natur.
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Blick sieht, aus dem sommerlichen Thal zu den nackten Felsenund endlich zum Schnee und Eis mit allen Winternebeln undStürmen, und dann wieder, wenn man auf diesem Eise steht,tief herunter in's grüne Thal mit allen Bäumen und Kräutern.— Ist denn nicht eine Möglichkeit, dass Ihr die Schweiz ein-mal sehen könnt? Denn es giebt einem eine andere Idee vomlieben Herrgott und seiner Natur und ihrer unermesslichenSchönheit: jeder Mensch, der es könnte, miisste einmal in seinemLeben die Schweiz gesehen haben. Wo will da das dürreItalien hin, gegen diese Lebensfrische und die Kerngesundheit!Was grün lieisst und Wiesen und Wasser und Quellen undFelsen, das weiss nur einer, der hier gewesen ist. Mir istnirgends so ganz frei, so ganz der Natur gegenüber zu Mutliegewesen, als in diesen unvergesslichen Wochen, und ich habemir es vorgenommen, wenn ich in meinem Leben einmal wiedereinen Sommer herumschweifen kann, es nur hier in den Bergenzu thun." — Und er hat Wort gehalten: immer und immerwieder bis in das letzte Jahr seines Lebens lenkten sich seineSchritte nach der Schweiz, suchte er Erholung nach den An-strengungen der englischen Reisen am Rhein, in den Wälderndes Taunus; Italien hat er nie wieder betreten.
Mit jenem Brief an Zelter muss man zusammenhalten,was Felix an seinen Vater aus Paris am 21 teil Februar schrieb:-— — „Es ist nun aber einmal wieder Zeit, dass ich Dir, lieberVater, über meinen Reiseplan ein Paar Worte schreibe, undzwar dieses Mal aus vielen Gründen ernster, als gewöhnlich.Da möchte ich denn erst einmal das Allgemeine zusammen-fassen und an das denken, was Du mir vor meiner Abreiseals meine Zwecke hingestellt hast und fest zu halten befahlst:ich solle mir nämlich die verschiedenen Länder genau betrach-ten, um mir das auszusuchen, wo ich wohnen und wirkenwolle; ich solle ferner meinen Namen und das, was ich kann,bekannt machen, damit die Menschen mich da, wo ich bleibenwolle, gern aufnehmen und ihnen mein Treiben nicht fremdsei; und endlich, ich solle mein Glück und Deine Güte benutzen,um meinem späteren Wirken vorzuarbeiten. Es ist mir einfreudiges Gefühl, Dir nun sagen zu können, icli glaube, das