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1 (1880) 1729 - 1835
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Felis in München.

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Den 27ten. Das Lied ist docli so schlecht nicht. Heutekam Euer froher Brief, der von baldigem Aufstehen und lauterAngenehmem spricht. 0 liebste Geren! Wenn Ihr so vielschreibt und so durcheinander und miteinander und grossePossen macht das rührt manchen Landsmann von Euch sosehr wie Trauerspiele; wahrscheinlich, weil er Euch so genaukennt. Beckchen soll mir der Hensel malen, wie er will, wennes nur göttlich wird, so bin ich zufrieden. Im Ernst abermöchte ich Dich, o W. Ii., nicht beschränken, will also wederüber Stellung, noch über Kranz oder Niclitkranz entscheiden;aber mach' nur kern Modebild und kein Knallbild; ich möchtekeine feuerspeiende Berge in den Hintergrund und keine dickenSanimetgewänder, Diademe, Juwelen in den Vorgrund (ichspreche bildlich), sondern ein stilles, ruhiges, leuchtendes Eben-bild möcht' ich, durch nichts glänzend, als durch die Wahrheitinnen, ohne jede Romantik oder Historie, die nicht im Gesichtliegt, und ohne irgend etwas anderes Anziehendes, als wiederdas Gesicht. Dazu taugte, dächt' ich, die einmal gefundeneStellung nicht bitter; indess mach' es, wie Du willst; und wennes ein Gegenstück zu meinem grossen Tizian wird, so sollstDu belobt sein. Aber einfach und still! Du siehst, ich sehedas Bild schon vor Augen; war' es nur wahr!

Was mich nun betrifft, so gehe ich Tag um Tag auf dieGallerie und zweimal in der Woche Morgens zur Schauroth,wo ich lange Visiten mache; wir raspeln grässlicli, es ist abernicht gefährlich, denn ich bin schon verliebt. Und zwar ineine Schottin, deren Namen ich nicht weiss. Gestern warnämlich der Universitätsball, von dem Ihr wisst. Ich wollte,Ihr hättet mich mit der Frau Rektorin walzen sehen! Schönwar's! Ein Gartenplatz war gedielt und mit Zeug und Blumen-guirlanden bedeckt, da wurde getanzt; die Bäume waren mitchinesischen bunten Lampen behängt; als es ganz dunkel war,kam Feuerwerk, dann ein Transparent, die Universitas vor-stellend, dann grosse Illumination; mein Specieller, der Nuntius,war auch da, ferner der Erzieher des Herzogs von Bordeaux,Mr. Martin, der sich tlieilnehmend nach Tante Jette sehr er-kundigte und der ihr tausendSachen" sagen lässt (denn

Die Familie Mendelssohn. I. 20