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1830-1834.
erwähnte einer der frischen Austern und da wurde ich senti-mental, weil ich mich erinnerte, wie sie im Frühling hier schlechtwurden und ausgingen. Seitdem esse ich sie aus Melancholieund denke dran, wie die Zeit vergeht. In Regentstreet standich gestern still, wo eine Karte von Holland ausliing undmachte mir auf der bunten Strasse meinen rulligen Reiseplan,wie er im Familienbrief steht, und sah mir den Weg zwischenElberfeld und Berlin an. — Das Liederspiel wird nett, denkeich: Hensel und Fanny ein altes Ehepaar, Hensel liasst dieMusik, Fanny liasst die Soldaten und ihr Sohn kommt nun ineinen fahrenden Musikanten verkleidet zurück, ist aber eigent-licher Soldat und vergisst sich alle Augenblicke und lässt denKriegsmann durcligucken; nun mag ihn der Vater nicht wegender Verkleidung, die Mutter nicht wegen der durckguckendenWirklichkeit, Beide haben ihn doch aber lieb, und der Flur-scliiitz macht sich Alles zu Nutze; er ist auch ein Fremderund da die alten Schulzen Nachricht vom Wiederkommen desSolms erhalten, so halten sie diesen für den Sohn und sparensich gegenseitig die Ueberrascliung für den folgenden Tag auf,wo Geburts- und Amtsjubiläumstag von Hensel ist, bemühensich auch, den Rüpel lieb zu haben, versperren ihrem Solinedie Gelegenheit, zur Nachbarstocliter zu kommen und klemmenimmer den Flurschützen ein, der dann statt des Soldaten ihrein tolles Ständchen auf seiner Fiedel bringt; am Morgen erklärtsich Alles und erheitert sich; das Stück fängt nämlich denAbend unter der Linde an, spielt die Nacht durch, wo dasStändchen und der Zank der beiden jungen Leute vor sichgeht, und schliesst am Jubiläumsmorgen. Was meinst Du zudiesen rohen Entwürfen? Mehr zur Zeit; froh soll es sein undwir nicht minder." —
So gingen denn im Winter 1829/30 zwei Dinge mit ein-ander vorwärts: die Vorbereitungen zur silbernen Hochzeit derEltern, am 26. December, und die, wenn man so sagen darf,„Verschwörung" der Jugend, wegen der italiänischen Reise.Ersteres, die Aufführung, gelang vollkommen; aus jenem „rohenEntwurf", den Felix im letzten Brief mittheilt, hatte er dasreizende Liederspiel „die Heimlcelir aus der Fremde" gemacht.