Druckschrift 
1 (1880) 1729 - 1835
Entstehung
Seite
262
Einzelbild herunterladen
 

262

Felix in England 1829.

rechten Aerger, als sie mir zur Ader Hessen und mir allefreien frischen Gedanken, die ich vorher gehabt, mit dem Blutin die Tasse tropften und ich matt und gelangweilt wurde.Klingemann's Epigramm beweist auch, wie sie mir das bischenPoesie wegkapern und der Brief hier zeigts auch; ich wette,in jeder Zeile steht, dass ich das Bein nicht krümmen darf.Bin ich aber nur erst wieder wohl, dann will ich wegfliegenvon hier, denn nun liab' ich genug vom Bauchnest, und willmich wieder auf den Weg machen, und will nach Süden, undwill dann nach Westen;*) wie es zu Hause am Mittagstischaussieht, kann ich mir gar nicht mehr recht denken, ebensoam Sonntag Abend, und unter allen den lieben Gesichtern.Ueberhaupt wird mir nie sehnsüchtiger nach Haus zu Muthe,als wenn ich an Kleinigkeiten von daher denke: an den rundenTheetisch, Vaters türkische Stiefel, die grünen Lampen, oderwenn ich mir meine Beisemütze ansehe, die über meinem Betthängt, und die ich zu Hause abzunehmen gedenke. Nun, dieTage werden ja schon kalt und kurz, die Kohlen stehen wie-der auf der Wochenrechnung wie als ich herkam, Alles sprichtschon von der nächsten Saison und die ist im Frühling; wassonst nach Vierteljahren, wird jetzt nach Wochen, bald nachTagen gerechnet; bald hin ich wieder frei, bald sehn wir uns.Sei mir's vergönnt, froh in die nächste Zukunft zu schauen,und was der blaue Himmel Freudiges, Beglückendes seinenMenschen senden kann, das werde Euch und schmücke Euchdie Zeit, und mache sie Euch unvergesslich."

Klin'gemann.

Schönsten Grass zuvor ans ganze Haus! Dahin musstees kommen, dass Sie alle anfangen werden, die Doppelbriefezu verwünschen, die immer nur darauf ausgehen, zu beweisen,dass Sie einen süssen Hochzeitsgast weniger haben werden,dass der noch immer in der grossen Stadt London sitzt oder

*) Auf die grosse Reise nach Italien und Frankreich.