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Felix in England. 1829.
Er war niclit die Spur sentimental, trotz seines tiefenGefühls. Niemand freute sich mehr über Unsinn als er, und seinLachen war das Lustigste, was man hören konnte. EinenAbend im Sommer blieben wir später als gewöhnlich in demWald oberhalb unseres Hauses. Wir hatten in Susan's Gartenoben im Wald ein Haus von Fichtenästen gebaut. Wir machtenein Feuer in einiger Entfernung davon in einem Dickichtzwischen den Bäumen. Mendelssohn half mit dem höchsten Eiferund schleppte mehr und mehr Holz herbei; wir wurden müde vonder lustigen Arbeit, lagerten uns um unser Feuer, der Eauchwehte darüber hin, die Kohlen glimmten; es wurde dunkel, aberWir konnten uns nicht entscliliessen, unser Feuer zu verlassen„Wenn wir nur etwas Musik hätten", sagte er „Könnte nichtirgend Jemand etwas zum Spielen besorgen?" Nun fiel esmeinem Bruder ein, dass wir in der Nähe des Gärtnerhauseswären, und dass der Gärtner eine Violine hätte, und unsereJungen stürzten fort, diese zu holen. Als sie kam, war siedas elendeste Ding von der Welt, mit nur Einer Saite. Mendelssohnnahm das Instrument in die Hände und schüttete sich vorLachen aus, als er die Töne hörte, welche entstanden. SeinLachen war sehr ansteckend, er brachte uns alle in die herz-lichste Lustigkeit; aber dann lockte er doch schöne Musik ausder armen alten ■ Geige, und wir sassen und horchten aufeine Melodie nach der anderen, bis die Dunkelheit uns nachHause trieb.
Mein Vetter John Edward Taylor wohnte zu der Zeit beiuns. Er hatte ein imitirtes Walliser Stück komponirt undspielte es eines Morgens vor dem Frühstück durch, ohne zuwissen, dass Herr Mendelssohn (dessen Schlafzimmer an das Wohn-zimmer stiess) jeden Ton hörte. Am Abend, als wir wie gewöhnlichmusizirten, setzte sich Mendelssohn an's Klavier. Und nach einemzierlichen Vorspiel hörte John Edward sein armes kleines Lied-clien so vortlieilhaft als möglich als Musikstück des Abendseingeführt. Und als er dabei verweilt und es in der graziösestenWeise ausgeschmückt hatte, verbeugte er sich in seiner liebens-würdigen, muthwilligen Art gegen den Componisten und erkanntediesem alle Ehre zu.