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Felix in England 1829.
der die alten Damen, mit Brillanten, Perlen und allen Edel-steinen überladen, Platz nahmen; in der Mitte tanzten dieschönen jungen Mädchen, unter denen man die himmlischstenGestalten sieht; ein Orchester mit einem eigenen Direktorspielt dazu; die Nebenzimmer waren geöffnet, deren Wändemit Tizian's, Correggio's, Leonardo's und Niederländern behängtsind; unter den schönen Bildern nun die schönen Gestaltensich bewegen zu sehn und unter all dem Treiben und in derallgemeinen Aufregung ganz ruhig und sehr unbekannt überallherumzuschleichen und Vieles ungesehn und unbemerkt zu sehnund zu bemerken —■ es war einer der schönsten Abende, dieich erlebt. Das Bild eines jungen Mannes von Tizian und daseiner jungen Frau von Leonardo ergriffen mich sehr undrührten mich etwas. Nirgends findet Ihr im ganzen Palastetwas .Unvollkommenes, Ungeordnetes, die Bibliothek war ge-öffnet und Prachtwerke lagen auf den Tischen umher ; einkleines Treibhaus wurde neben dem Tanzsaal aufgemacht undverbreitete den Duft und die Kühlung! Alle Früchte allerJahreszeiten im Uebermass auf den Büffets gehäuft; und nundie Adligen raspeln zu sehn, und wie sie so schlecht walzten,und wie die Damen auf den Tischen sassen und die Herrenauf den Soplias mit den Füssen lagen und sich dehnten währendeiner zarten Conversation mit Damen! Auf einer ebenso grossenFete war ich gestern beim Marquis of Landsdowne, der armeMann hatte seinen Antikensaal aufgemacht und empfing darindie Gesellschaft. Ein grosser gewölbter Saal, an dessen zweiEnden zwei Rotunden sind, die von oben her erleuchtet waren;in den Rotunden nun purpurne Nischen, in deren jeder einegrosse graue antike Statue steht und droht. Zu deren Füssensassen hier die alten Damen im Halbkreise und in der Mittedes Saals drängten sich die Leute hin und her. Im Neben-zimmer war eine neugekaufte Landschaft von Claude Lorrainausgestellt, der Aiifgang der Sonne über einem Meereshafen.Die Treppe ist so gelegt, dass man, wie in den HamburgerHäusern, bis unter das Dach sehn kann, und sie war ganzdick mit Blumen überkleidet, unter denen liegende oder schla-fende Statuen vorsahen. Tausend Einzelheiten will ich Euch