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Wilhelm Hensel.
und Gemälde, die Fehler und Schönheiten aufdeckt, 4) Zu-sammenarbeiten von mehreren jungen Künstlern, wo einer beidem andern wenigstens keine ganz palpabeln Schnitzer durch-lassen wird und die Emulation sie anspornt, 5) endlich Brod,um ein Jahr lang ihrem Fache zu leben.
Das Lokal ist schön, helle, heiter, mit einer grossen Aus-sicht über Rom. *) Weder in den Sujets (Wahl und Auord-nung), noch in irgend etwas, was die Kunst betrifft, habe ichmeine Künstler genirt, beim Vorlegen der Skizzen jedoch habeich ihnen meine Kritiken freimüthig gesagt, von denen diemeisten angenommen worden sind. — Mein Kontrakt für dieauszumalende Wohnung läuft noch 4 Jahre. Nachher, solltenauch meine Verhältnisse in Italien noch dieselben sein, werdendie nicht billigen Wirthsleute mich vermuthlich so steigern,dass ich nicht werde bleiben können. Auf die Cartons habeich renoncirt. Die Copien im Kleinen schicke ich Sr. Majestät.So habe ich den Künstlern und denen, die um die Sache wis-sen, gezeigt, dass kerne Art Interesse mich leitet. Der Eitel-keit wird man mich auch nicht beschuldigen, denn ich ziehemich zurück, so gut ich kann, und werde hierin der Undank-barkeit nicht entgehen. Gott weiss es, dass diese Ausgabemich drückt, und dass ich bei so vielen andern, die meine Lagenotliwendig macht, und bei meiner Unfähigkeit zur Oekonomiemanche Nacht nicht gut schlafe, aus Sorge wie ich das vieleGeld, was ich verbrauche, zusammenschwindeln soll; aber diewahrhaft reichen Leute tliun ja nichts, oder thun es unge-theilt und für sich." —
Henriette schreibt an Lea Mendelssohn über diese Fres-ken: „Veit, Schadow und noch ein andrer deutscher, ich glaubegar Berliner junger Maler**) malen in diesem Augenblick fürBartholdy Zimmer al fresco: Finden Sie das nicht recht in sei-nem grossen Styl? Er sollte nur Pabst werden! Bartholdy
*) Es ist die noch heut nach ihm genannte Casa Bartholdy amMonte Piucio.
**) Cornelius, Overbeck und Schnorr nahmen ausser den Oben-genannten an der Arbeit Theil.