Casa Bartholdy in Rom.
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wie mir ixm's Herz ist, olme Eigennutz gegeben habe, sondernwegen der Entwickelung ihrer Kräfte, zu der ich die Handgeboten und nicht unverständig sie, ihnen selbst unbewusst,gezwungen habe." —
6. Februar 1817.
„Du willst etwas Näheres von meinen Fresco-Gemäldenwissen? Vorläufig Folgendes: Als ich hierher kam, fand ichviele deutsche und preussisclie Künstler von entschiedenen An-lagen und Talenten, jedoch ohne Gelegenheit, sie auszuüben;keine Arbeit, keine Bestellung, als miserable Buchhändler-Zeichnungen und hin und wieder ein Portrait, oder bei denen,die es drängte, zu schaffen, eine kleine, halbvollendete Kom-position, oder Gemälde in Oel. Hieraus entstand nicht nur dasUebel, dass man jene Künstler nicht kannte, sondern auch dasvielleicht grössere, dass sie sich selbst nicht kannten, welchesbei einer gewissen Schwärmerei und Einbildungskraft oft dieWirkung hervorbrachte, dass sie sich selbst überschätzten.Mich jammerte dieser Zustand, indem ich zugleich die HUlflo-sigkeit und Unbehülfiichkeit dieser Leute einsah. Auf offiziel-lem Wege war nichts zu tlmn, mein Einfluss, etwas der Artzu bewirken, unzureichend. Auch hätte ich nicht gewusst, waszu fordern und wie mich bei der Barbarei, die für die Künstezu Berlin herrscht, verständlich zu machen. Also musste ichmich selbst Aufopferungen unterziehen und auch wohl Krän-kungen, die bei keinem Unternehmen, was mehr oder wenigerins ganze greift, zu vermeiden sind, gewärtigen, — und dazuhabe ich mich denn mit Freude und Mutli entschlossen, sowiemich mein Vaterland immer bereit finden soll, wenn ich ihmnützlich sein zu können glaube.
Die Frescomalerei war die schicklichste, alle Zwecke zuvereinen: 1) Ein bleibendes Denkmal der Arbeit, wenn sie ge-riethe und zwar zu Korn, dem Mittelpunkt der Künstlerweit,wo die Wahrheit, ob etwas mittelmässig, trefflich oder schlecht,sich bald entdeckt, 2) das Mittel für die Künstler, sich selbstkennen zu lernen, und zwar in einem Genre von Arbeit, dieeine gewisse Schnelligkeit erfordert und nicht ewiges Retou-chiren und Denken und Grübeln zulässt, 3) Grösse der Figuren
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