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1 (1880) 1729 - 1835
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Abraham und Felix.

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Mann nicht gefunden, vielleicht aber auch nicht recht gesucht;ich kann mich des Glaubens nicht erwehren, dass thätigereNachforschungen und billigere Anforderungen Dich zum Zieleführen müssen."

So waren die Rathschläge, die Abraham seinem Sohn inBezug auf seine Musiker-Laufbahn ertheilte. Aber darauf be-schränkte sich der Beirath des einsichtigen Mannes nicht: erhatte ein so richtiges musikalisches Verständniss, ein so feinesOhr, dass Felix ihm z. B. einmal auf eine Kritik einer seinerKompositionen antwortet:*)

Ich habe Dil- noch zu danken für den letzen Brief undmein Ave; ich kann es oft garnicht begreifen wie es möglichist, über Musik ein so genaues Urtheil zu haben, ohne tech-nisch musikalisch zu sein, und wenn ich das, Was ich dabeiempfinde, so klar und anschaulich sagen könnte wie Du,sobald Du darüber sprichst, so wollte ich keine einzige konfuseRede mehr in meinem Leben halten. Habe tausend Dank da-für und für Deine Worte über Bach.

Du hast nun freilich nach einmaligem luivollkommenenHören meines Stücks das herausgefunden, was ich nach langerBekanntschaft erst jetzt, und darüber sollt' ich mich wohl einwenig ärgern; aber dann ist's mir doch wieder lieb, dass einesolche Deutlichkeit des Gefühls bei Musik da ist und dass Dudie grade hast, denn was am Ende und in der Mittelstelleverfehlt ist, liegt in so kleinen Fehlern, die sich mit so wenigNoten (namentlich weggestrichenen) hätten verbessern lassen,dass weder ich noch irgend ein Musiker ohne öfteres Hörendarauf gekommen wäre, weil wir das in der Regel viel tiefersuchen. Es schadet der Einfachheit des Klanges, und wennich auch meine, dass es bei vollkommener Aufführung, nament-lich mit grossem Chor, weniger auffallen würde, so wird dochimmer etwas davon bleiben. Indessen will icli's ein andermalschon besser machen."

Wenn Abraham auch, wie wir sahen, der Ansicht war,dass die Hausfrau der einzige Beruf eines Mädchens sei, so

*) Mendelssohn'sche Briefe.