Druckschrift 
1 (1880) 1729 - 1835
Entstehung
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Abraham Mendelssohn Bavtholdy.

zu bezeugen, welches mir Deine letzten Briefe gewährt haben;sie sind durchgängig angenehm, ordentlich und leicht geschrieben,und Du hast endlich das Gelieimniss gefunden, mir, recht wohlgedacht und gefühlt, über Dich und die Unsrigen zu schreiben und nichts iiber's Theater. Je sparsamer ich mit meinemLobe bin, desto gewissenhafter ertheile ich es, wenn ich Ver-anlassung dazu finde, und Deine Briefe gefallen mir zuerstdeswegen, weil sie sind, was sie sein können und sollen, natür-lich und liebevoll flu - Deine Umgebungen. Gewiss habe ichDich auch recht lieb! Noch recht lieb, schreibst Du ichdenke, es soll erst recht anfangen.

Lass Dich Deine Dicke nicht anfechten; es ist eine Aehn-lichkeit mehr, die Du mit Mutter hast (und Du kannst ihrergar nicht genug haben, denn besser als sie wird man nuneinmal nicht), die ebenfalls als junges Mädchen sehr stark ge-wesen ist, und es hoffentlich wieder wird. Die Aelmlichkeitmit mir will ich Dir just nicht anpreisen, denn als Frau binich höchstens in den Tableaux vivants reizend und an meinerStelle.

Panks Geschichte seinerLeiden und Freuden" hat unshier höchlich divertirt; leider habe ich bei Fanny Sebastianikeine Spur von Eifersucht bemerkt; sie liebt ihn sehr uneigen-nützig.

Gieb Beckchen, und den Jungen, wenn sie still halten wollen,einen Kuss für mich. Ich wende mich noch an jeden von ihnenmit einigen Worten.

Dein Mater und FreundA. M. B.

P. S. Du schreibst:M. versichert mich, wenn Du hiergewesen wärest, sei sie nach B. mitgegangen" - das ist fehler-haft, es muss heissenwürde sie nach B. mitgegangen sein."

Zuerst an Dich, lieber Paul! Mit Deinen beiden letztenBriefen bin ich sehr wohl zufrieden gewesen, und danke Dirdafür. Nur drückst Du zu sehr auf die? oder der*? Feder.Frage Mutter, wie es heisst! Lass Dir einige Federn vonHerrn Gross schneiden, dann wird sie Dir Onkel Joseph ebensoschneiden: halte die Finger lose, und Dich grade. Ich habe