Druckschrift 
1 (1880) 1729 - 1835
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Briefe an seine Kinder.

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Ich lobe Dich aber im Ernst, wegen Deiner guten Aufführung,von der mir Mutter, Beckchen und Fanny schöne Dmge er-zählen. Wo werde ich nun aber Ziegen für Dich herbekommen?

Ich freue mich sehr Euch alle bald wieder zu selm, undgriisse Euch von Herzen."

Amsterdam, 5. April 1819.

Von Deinen zwei Briefen, liebe Fanny, war der zweitemit Deinen tragikomischen Klagen über Mangel an Stoff besser,auch sorgfältiger, fehlerloser geschrieben als der erste, inwelchem Du mir blos vom Theater sprichst. Du bist nunschon weit genug, um ausser den Begebenheiten auch in Dei-nen Gedanken Stoff genug zur Unterhaltung mit mir zu finden,und es würde mir angenehm sein, wenn Du diejenigen, welcheDeine Beschäftigungen in Dir erzeugen müssen, von Zeit zuZeit mittheiltest. Namentlich hat mir, solange ich zu Hausewar, Mutter manches von Deinen Stunden beim Herrn Predi-ger gesagt. Thue Du das jetzt, damit ich lese, da ich nichtmehr sehen kann, welche Wirkung das, was Du lernst, aufDein Gemütli und Deinen Verstand hat. Lass es vor allemdie Wirkung haben, dass Du stets eifriger bemüht seiest, dernie genug zu liebenden und zu ehrenden Mutter zu Gefallenzu leben, durch Gehorsam zur Liebe, durch Or dnung zur Frei-heit und Heiterkeit zu ge langen . Es ist das die würdigste Art,dem Schöpfer zu danken und ihn zu ehren. Unser allerSchöpfer. Es giebt die Religion sei welche sie wollenur einen Gott, nur eine Tugend, nur eine Wahrheit, nurein Glück. Du findest alle, wenn Du der Stimme Deines Her-zens folgst; lebe so, dass sie immer im Einklänge mit derStimme Deiner Vernunft bleibe.

Wie es mir ergeht, seht Ihr aus meinen Briefen an dieMutter, ich gedenke Eurer täglich und stündlich in Liebe."

Dein treuer Vater

A. M. B.

Paris, 2. Juli 1819.

Ich kann mir das Vergnügen nicht versagen, Dir, liebeFanny, in einem eigenen Briefchen das herzliche Wohlgefallen