Yerheirathung.
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seltenes, in jeder Hinsicht so ausgezeichnetes Glück für Dich,dass ich nicht genug bitten kann, nicht übereilt zu sein, Deiner;Lage, die freilich in diesem Augenblick nicht unangenehm ist,aber die es vielleicht werden könnte, nicht zuviel aufzuopfern.
Mir ist, als wäre ich 20 Jahr älter als Du, und als könnteich Dir aus Erfahrung sagen, dass man gewöhnlich in DeinemAlter sehr leichtsinnig das Glück verkennt, wenn man es auchwirklich auf seinem Wege findet; man hofft dann immer, dassAlles sich noch besser nach unsern Wünschen eignen soll —das Glück ist aber unterdessen schon fern und unerreichbar! —Ich hoffe üi Deinem nächsten Briefe zu lesen, dass Du Lillaschon gesprochen hast, und je öfter Du sie sprichst, je mehrwirst Du gesehen haben, dass Du selten, vielleicht nie wiedereine Frau wie diese findest; ich billige es darum nicht, dassdie Lebensweise in Berlin, die Dir missfüllt, einen solchen Ein-fluss auf den wichtigsten Entscliluss haben soll. Ich habe michnicht enthalten können, Dich einer jugendlichen Uebereilungzu beschuldigen, wie ich die Stelle in Deinem Briefe gelesenhabe: „ Je prefererais manger du pain sec a Paris!" — Du painsec ist freilich nicht zu verachten, besonders hier, wo es so weissist, ich fürchte aber immer, es könnte auf die Länge, wennDu so für Andre bloss arbeitest, ohne Mittel, Dich weiter zubringen, bei allen Deinen Talenten immer von der Laune unddem Eigensinn, den wir kennen, abhängend — du pain amerwerden, und Gott behüte Dich, dass Du es je bereuen mögest,wenn Du jetzt refusirst."
Solche Gründe, lebhaft unterstützt durch die Stimme deseignen Herzens, verfehlten ihre Wirkung nicht. Abraham gabseine Stellung in Paris auf, associirte sich mit seinem BruderJoseph, heirathete Lea Salomon, und wir finden das junge Ehe-paar in Hamburg, von wo ein Brief der jungen Frau aus denersten Tagen der Ehe den Zustand sehr lebendig schildert:,,Du willst wissen, beste Schwester, wie es in meiner Wohnungund mit meinen häuslichen Einrichtungen aussieht? Rasendliederlich a dire le vrai, wie bei dem tollsten Studenten; dennan kein Kämmerlein, an keine Wirthscliaft und Berliner Be-quemlichkeit ist hier zu denken, und wenn ich mein remue me'nage