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1 (1880) 1729 - 1835
Entstehung
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Wird katholisch.

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In diesem anmutliigen Heim lernte der General SebastianiHenriette Mendelssohn kennen und vertraute ihr die Erzie-hung semer Tochter Fanny an. Hier traf sie Varnhagen 1814wieder und berichtet darüber:*)

Henriette Mendelssohn glaubte ich mit ihrem Zögling, derTochter des Generals Sebastiani, üi der Normandie, ich fandsie aber unvermuthet, als ich gerade zu Metternich gehen wollte,der im Sebastianischen Hotel wohnte. Mit ihr war durch denEintritt in dieses Haus eine grosse Veränderung vorgegangen,sie war katholisch geworden, nicht eigentlich schon im Besitzeines festen Glaubens, aber voll Hoffnung ihn zu erlangen, undso traten die äusseren Ereignisse, wie gross sie auch sein mochten!ihr sehr zurück gegen die inneren, mit denen sie täglich zukämpfen hatte. Ich konnte ihr von keinem Tröste sein, imGegentlieil mehrte ich nur ihre Unruhe, denn sie sah michgrade so reich, als sie geworden war, ohne dass ich in dieserEichtling reicher zu werden begehrte, was allerdings ihr Fallwar, und wenn ihr dies zu werden gelang, so sah sie voraus,dass sie mich würde verwerfen müssen, was sie nur eben jetztnoch nicht durfte, da sie eingestandener Weise das mir Fehlendeauch erst zu erringen hoffte. Eine wunderliche Verwirrung,in der aber doch mehr Unbeqnemes als Unterhaltendes war,und die unsern Umgang etwas ermatten liess."

Möge nun diese Schilderung des Seelenzustandes der Neu-bekehrten etwas gefärbt sein, oder nicht, soviel steht fest, dassHenriette den Frieden, den sie in der neuen Religion suchte,auch fand, und dass sie als überzeugungstreue Katholikin lebteund starb, ohne von den unangenehmen Eigenschaften, die somanchen Konvertiten oft anhaften, das mindeste angenommenzu haben. Ueber ihre Erlebnisse im Sebastianischen Hause,in dem sie bis zu Fanny Sebastiani's Verheirathung im Jahre1824 blieb, geben ihre vielen, an die Mendelssolm'sche Familiegerichteten Briefe Auskunft.

Glänzendes Elend" kann man das Leben nennen, welchessie führte. Fanny Sebastiani war eine reiche Erbin, scheint

*) a. a. 0. Th. IV. S. 137.