Joseph Mendelssohn.
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er von Swa Zuckerbrodt, von R. Samuel Pfefferkuchen undvon der Köchin Hanna alle seine übrigen Bedürfnisse er-wartet."
Der Erfolg hat gelehrt, dass Moses Mendelssohn Rechthatte, wenn er meinte, die wissenschaftliche Erziehung ver-derbe seinen Sohn nicht für den Kaufmannsstand. Nicht sorichtig prophezeite er mit dem „Durchstümpern" und Schwankenzwischen Geleimtem und Kaufmann. Joseph ergriff diesenStand, voll und ganz; aus kleinen Anfängen heraus legte erden Grund zu dem noch heut seinen Namen führenden Bank-hause, uud liinterliess dasselbe bei seinem Tode auf dem sichernWege zu seiner jetzigen Bedeutung.
Ueber die äusseren Lebensschicksale der Hinterbliebenenin der ersten Zeit nach Moses Tode wissen wir nicht viel.Die ersten Jahre lebte die Wittwe noch in Berlin. Hier hatteauch Joseph bis zum Scliluss des Jahres 1804 ein kleines Bank-geschäft, in dem nur zwei Commis beschäftigt wurden. Dem-nächst siedelte die Familie nach Hamburg über, wo sich Josephmit seinem jüngern Bruder Abraham associirte; das BerlinerGeschäft wurde indess nicht aufgegeben.
Abraham's Frau Lea schildert uns das Alter ilmer imJahre 1812 gestorbenen Schwiegermutter als ein sehr glück-liches und rüstiges. Ueber ihren Schwager Joseph spricht siesich gleich nach ilmer Ankunft in Hamburg folgendermassenaus: „Sehr befriedigend kann ich Deine Frage nach den Be-kannten, die mir gefallen, beantworten; da erhält bis jetzt un-streitig Joseph den ersten Preis. Dass er gescheut und angenehmin der Unterhaltung ist, weisst Du; nun versichere ich Dichaber, dass er in den paar Tagen, die ich ununterbrochen mitihm gelebt, mein ganzes Herz gewonnen hat, so froh undfreundlich, so gut und warm und heitern Geistes scheint ermir. Ilm mit seinen schönen Kindern*) zu sehn, ist ein wah-res Vergnügen für mich; und nun ist er zuvorkommend undherzlich, wie man ihm nie zutraut; ist achtungswertli alsthätiger, kluger Geschäftsmann und treibt nebenher Litteratur
*) Alexander und Benny Mendelssohn.