Druckschrift 
[Hauptband] (1884)
Entstehung
Seite
484
Einzelbild herunterladen
 

484

nung gethan haben und dessen diesen Vorbehalt beseitigenderAusfall noch nicht bekannt war.

Dein Bericht entsprechend erging folgende, den Interessentenund den Behörden zur Nachachtung mitgetheilte AllerhöchsteCabinets-Ordre:

„Auf Ihren Bericht vom 1t). Octobcr v. I. will Ich den inder nebst Anlagen zurückfolgenden Eingabe vorstellig gewordenenMitgliedern der Familie von Nichthofen und den sämmtlichenDescendenten des im Jahre 1777 verstorbenen Kriegs- undDomainen-Rathes Friedrich Gottlob Prätorius von Richthosendie Fortführung des frciherrlichen Prädicates, jedoch unbeschadetetwa bestehender Familien-Rechte, gestatten ....

Potsdam, den 9. Mai 1846.

Friedrich Wilhelm.

An

den Ober-Kammerherrn und Staats-Minister

Herrn Fürsten zu Sayn und Wittgenstein."Der einzige Sohn des Landraths Freiherrn Ludwig Prä-toriuS von Richthofen aus dessen erster Ehe, Ludwig, geboren,wie wir sahen, im Jahre 1809, erhielt seine erste Erziehungund Bildung im väterlichen Hanse, vom September 1812 ababer seine weitere wissenschaftliche Ausbildung auf dem Gymna-sium zu Öls, welches er 1817 mit dein Reife-Zeugniß zur Uni-versität verließ, um in Luxemburg, wo wir um jene Zeit seinenOnkel Gottlob, den jüngsten Bruder seines Vaters, als Majorund Ingenieur vom Platz finden werde», in das Ingenieur-Corpseinzutreten, in welchem er unterm 19, März 1821 zum Portepee-fähnrich, am 27. September desselben Jahres zum Seconde-Lieutenant befördert und später als solcher nach Coblenz versetztwurde.

Hier erhielt er die Nachricht, daß am 29. Octobcr 1832 seineMutter, die seit Mai 1817 verwittwete Landräthin von Jvernoisauf ihrem Rittergute Frei-Vogtei Leschnitz im Kreise Groß-Strchlitz verstorben sei, wodurch dasselbe erbgangSweise in seinenBesitz gelangte. Dies hatte auf seinen Antrag seine Versetzungnach der Leschnitz nahe gelegenen Festung Cosel zur Folge, eineVersetzung, welche ihm, inzwischen am 30. Mai 1834 zum