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[Hauptband] (1884)
Entstehung
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I. Kertwigswatdauer Linie.

Auf den am 25. Mai 1713 geborenen, ausweislich desKirchenbuchs der Landshuter Gnadenkirche am 27. dcss. Mts.daselbst getauften Samuel Praetorius von Richthofenwar als alleinigen Erben seines gleichnamigen Vaters nach dem,wie erwähnt, am 27. Juni 1721 erfolgten Tode des Letzterender Besitz der Güter Hertwigswaldau, Hartmannsdorf, Berthcls-dors, Bober-Ullersdorf, Tschiesdors, Riemendorf und Neumühleübergegangen.

Die Vormundschaft über den beim Erbanfall 8 Jahre altenSamuel, wie sie sein Vater testamentarisch angeordnet hatte,trat sogleich in Wirksamkeit und siel, um so mehr als seineMutter und erste Vormünderin, wie wir gesehen haben, baldzu einer zweiten Ehe schritt, hauptsächlich seinem Oheim ChristophPraetorius von Richthofen auf Raußke und Ruppersdorff undunter den übrigen Vormündern besonders dem Friedrich v. Reibnitzaus Erdmannsdorff zu.

Sie muß mit Sorgfalt geführt worden sein, denn dieRevenüen der Güter gestatteten bereits den Vormündern den(nach landschaftlicher Angabe) unterm 26. Juli 1723 bewirktenund am 13. März 1724 konfirmirten Ankauf des großen GutesPetcrwitz im Jauerschen Kreise von dem bisherigen Besitzer ErnstWilhelm von Panwitz für 84,000 Rthlr., sowie den Ankauf desGutes Conradswaldau bei Hirschberg. Für welchen Preis dasletztere Gut gekauft wurde, hat sich nicht ermitteln lassen.

Auch erbte Samuel von seinem gedachten Oheim Christoph1727, wie dessen bereits erwähntes Testament darthut, 8000Thlr. schles.

Die Erziehung Samuels erforderte nach dem testamentarischausgesprochenen Willen seines Vaters und nach den Gewohn-heiten der Zeit einePeregrination" ins Ausland und an diefremden Höfe, welche demnächst, wie sie ein Jahrhundert vorherin einem lateinischen Panegyricus belobt und beschrieben zuwerden pflegte, nun nach dem veränderten Geschmacke der Zeitin deutschen Versen besungen wurde.