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II. Marzdorfer Linie.
Der älteste Sohn des 1739 verstorbenen Johann PraetoriuSv. Richthofen, Samuel, geb. den 10. Mai 1700, hatte inLeipzig die Rechte stndirt und war bereits vor seines VatersTode von diesem in den Besitz von Partzdorf oder Bartzdorf(später meist Barzdorf geschrieben) im Strieganschen Kreise,sowie von Ruppersdorf gesetzt worden, welches letztere Gut erper ososiovsm zu Johannis 1731 übernahm, jedoch schon Jo-hannis 1732 an seinen Bruder Gustav Wilhelm verkaufte. Erhatte ferner das Gut Ober-Streit von einer Frau v. Wiesenund die Güter Klein- und Groß-Rosen noch bei Lebzeiten seinesVaters erworben.
Was die beiden letzteren Güter betrifft, welche sich seitdemim ununterbrochenen Besitz unserer Familie befinden, so erwarbSamuel Pr. v. R. zunächst Klein-Roscn mittelst Kauf-Vertragesvom 31. Juli 1734 von der Frau Beate v. Schweinitz für12,133 Thlr. und dann Groß-Rosen nebst Poischwitz und demHummel mittelst Kauf-Vertrages vom 29. August 1736 für47,873 Thlr. schl. und 100 Ducaten Schlüsselgeld von dem bis-herigen Besitzer Friedrich v. Mahl.*) Das Schloß in Klein-Roscnist nach einer auf demselben befindlichen Thurmfahne 1568 und1573 entweder erbaut oder schon renovirt worden.
Interessant für die damaligen Zustände oder richtiger der-jenigen vor dem Kaufe der Güter Klein-Roscn und Groß-Rosen,die nun als Groß- und Klein-Rosen vereinigt blieben, war undist noch das Zugchörigkeitsverhältniß von Poischwitz zu Groß-Rosen. Das Dorf Poischwitz war nämlich durch einen Kauf-nnd Auflassungsbrief vom 2. Juni 1580 — ein Kaufprctium istdort nicht erwähnt — von dem Hauptmann der Fürstenthümer
*) Anlage 49.