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gewissen allgemeinen juristischen Bildung.genügte — er seinemVater, dem er darin schon vorher adjungirt war, wie wir gesehenhaben, 1799 definitiv gefolgt war.
Der Frhr. Friedrich wohnte schon seit dem Tode seinerMutter auf Erdmannsdorf, welches er bewirthschaftete, und ver-heirathete sich am 4. October 1893 mit Charlotte Theodore vonHerford, geboren den 16. Juni 1776. Dieselbe war eine Tochterdes Wilhelm Samuel von Herford, Stadtgerichts-Assessor undRathmann zu Breslau (von 1773—4891, in welchem Jahre ermit vollem Gehalt als Raths-Senior pensionirt wurde), gest.daselbst am 11/1. 1894, und der Wilhelmine Caroline von Ver-muth. Das Stadtgericht war damals eine Abtheilung desMagistrats; beiden hatte auch der Großvater der Freifrau Char-lotte, Heinrich Wilhelm von Herford (1743—1752) angehört.*)Der Frhr. Friedrich traf, bald nachdem durch den Tod seinesBruders Christiair das in dessen Person liegende, einein Verkaufevon Erdmannsdorf entgegenstehende Hinderniß gehoben war,Anstalten, um durch solchen Verkauf zu einer Auseinandersetzungmit seinen gedachten beiden Voll-Schwestern, den Mit-Eigen-thümerinnen dieses Gutes, zu gelangen. Im Monat März 1898verkauften diese drei Geschwister an die Frau Maximiliane Gräfinvon Kalkreuth, geborene Gräfin von Sandretzky, Erdmannsdorsfür 199,999 Thlr. und 699 Thlr. Schlüsselgeld. Bekanntlich istdieses schöne Gut in prächtigster Lage jetzt seit Längerem Eigen-thum Seiner Majestät des Kaisers und Königs.
Nach dem Verkaufe des Gutes nahm der Frhr. Friedrichseinen Wohnsitz in Breslau. Die im Laufe der Zeit in Folgeveränderter Gerichtsverfassung erfolgte erhebliche Beschränkungder an sich ans einen engen Kreis begrenzten Competenz derkreisjustizräthlichen Geschäfte, welche nach und nach dieses Amtzu einer Honorarstellung herabgedrückt hatte, bis dasselbe ganzeinging, hatte ihm die Wahrnehmung seines Amtes von Breslauaus zulässig gemacht.
Dort starb er am 26. November 1826 und seine Gemahlinam 16. Mai 1839. Ihrer Ehe waren zwei Kinder entsprossen,
*) Verzeichniß der Breslauer Rathsmitglieder, Oocisx elipl. Kilssias11. Bd. S. 130 und 132. (Breslau 1882).