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[Hauptband] (1884)
Entstehung
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Flachs, die Hälfte des Weinkellers, des Kutschenzuges und allehinterlassenen Sachen als Silber, Betten, Wäsche :c., viel mehr",als sie und ihr Gemahl erwartet hatten. Die hinterlassene Wittwehatte außer der im Ehevertrage stipulirten Summe noch 2000Thlr. erhalten.

Alles dies läßt auf leidlich gute Verhältnisse schließen, unterdenen Wilhelm Frhr. v. Richthofen nunmehr das väterliche Grund-befitzthum antrat.

Unterm 23. November 1803 beantragte derselbe, wie sichaus im Kgl. Staatsarchiv zu Berlin befindlichen Acten ergiebt,seine vollständige Majorennitäts-Erklärung behufs selbstständigerVerwaltung des Gutes Hertwigswaldau. Durch Rescript vom29. desselben Monats wurde resolvirt, daß zunächst anzugebensei, welche Veränderungen er mit dem Gute vorhabe, und Attesteüber seine Wirthschaftsführung vorzulegen seien. Am 28. Ja-nuar 1804 zeigte der Gesuchsteller an, daß er Bauten an Wohn-und Wirthschaftsgebäuden beabsichtige, und legte Atteste seinerStiefmutter, seiner Tante, der Frau v. Studnitz und ihres Ge-mahls, (welche am 14. Juli 1838 bezw. im Jahre 1822 ver-storben,) seiner einzigen bereits majorennen Schwester, ebenfallsvermählten von Studnitz und seines obengedachten Vormundesvor. Hieraus erfolgte unterm 3. Februar 1804 ein abschläglicherBescheid: „Die Bauten könnten auch unter der Vormundschaftzur Ausführung kommen." Nachdem indeß erneuert durch Ein-gabe ä. ä. Breslau den I I. April 1804, unterzeichnet „SamuelWilhelm Friedrich Frhr. v. Richthofen", nachgewiesen wurde,welche Weitläufigkeiten damit verbunden seien, befürwortete dasBreslauische Pupillen-Collegium nunmehr selbst allerunterthänigstden Antrag. In dem diesfälligen Berichte vom 4. Mai 1804heißt es, „daß nach Maßgabe der Atteste der Bittsteller von jehersehr solide gelebt haben solle und daher seinem Vermögen alleinvorzustehen sehr wohl im Stande sei, auch bereits gute land-wirtschaftliche Kenntnisse besitze", ferner: „daß das Vermögendes durnnäi. welches jedoch noch nicht ganz vollständig con-stituirt sei, sich auf etwa 50 Mille Thaler belaufe", endlichauch: „daß er seine Studia absolvirt habe." Unterm 21. Mai1804 wurde ihm nun „(louosssio veirins asta-tis nä manä.

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