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Hertwigswaldau zum ersten Male bei seiner Beerdigung gesungenworden sei.
Augenscheinlich hatte er durch gute Wirthschaft und solideHaushaltung das Gut sowohl als den Vermögensstand seinerFamilie in die Höhe gebracht, welcher sich auch dadurch gehobenhatte, daß, da sein Halbbruder Carl Heinrich Wilhelm ihm bereitsam 12. Juli 1797 unvermählt in die Ewigkeit vorangegangen,dessen Apanagirung und Dotirung in Wegfall gekommen war.Carl war in dem Regiments Pannewitz Kürassiere Nr. 8 am 20. Fe-bruar 1785 zum Cornet, unterm 7. Juli 1788 zum Lieutenant undunterm 13. Juni 1792 zum Premier-Lieutenant befördert worden.
Gottliebs zweite Gemahlin, geb. v. Studnitz, überlebteihren Gatten um 32 Jahre und starb in Hertwigswaldau, woihr Stiefsohn 1805 ihr ein s. g. Auszugshaus erbaut, amersten Ostertage (19. April) 1835, also lange, nachdem diesesFamiliengut bereits, wie wir später sehen werden, aus dein Besitzder Linie, welche von demselben ihren Namen trägt, ausgeschiedenivar. Ihr Grabstein zu Hertwigswaldau besagt: „Mit stillemfrommem Sinn hat sie des Guten viel gethan und noch laugewird ihr Andenken segnend fortwirken."
Der Tod des Freiherrn Gottlieb, dessen sterbliche Ueber-reste auf dem Kirchhofe zu Hertwigswaldau beerdigt wurden, trafdessen einzigen Sohn, den vorgenannten Samuel Friedrich Wil-helm Gottlieb, in Erlangen. Er kehrte im September 1803 überWien, sich für die Fahrt auf der Donau dorthin ein eigenesSchiff miethend, nach Schlesien zurück. Auf seinen zwei Augenstand nun wieder, gerade wie bei seines Großvaters Tode, dieHertwigswaldauer freiherrliche Linie. Ihr einziger Repräsentantwar nun noch nicht 23 Jahre alt, also nach der damaligenGesetzgebung minorenn. Er übernahm das Gut Hertwigswaldau(O. und N.) zu dem Anschlagswerthc von 120,000 Thlrn, wiedies sein Vater in dem am 23. Mai 1803 publicirten Testa-mente, durch welches Herr v. Schweinitz auf Mertschütz zuseinem Vormunde eingesetzt worden war, bestimmt hatte SeinerSchwester, Frau v. Studnitz, hatte, wie diese wörtlich aufnotirthat, „der gute Vater 15,000 Thlr., excl. 1800 Thlr. in Pfand-briefen, welche er liegen gehabt, vermacht, dazu 200 Kloben