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aus Aufzeichnungen, welche seine Tochter der Familie hinter-lassen hat. Alle häusliche Sorge bezog sich der Hauptsachenach aus den einzigen Sohn, welcher, von einem Hauslehrererzogen, im Alter von 15 Jahren in das Bunzlauer Waisen-haus, mit welchem damals Gymuasial-Klassen vereinigt waren,gebracht wurde; 1797 verließ derselbe Bunzlau und wurde erzwei Jahre später in das Königl. Pädagogium zu Halle aus-genommen. Kränklichkeitshalber im August 1800 wieder inselterliche Haus zurück gebracht, . bezog er dann 1802 von dortdie Universität Erlangen. Schon vorher und zwar am 15. Ok-tober 1800 hatte sich seine gedachte Schwester Luise zu Hert-wigswaldau mit dem damaligen Lieutenant und Adjutanten desin Lueben garnisonirenden Dragoner-Regiments von Prittwitz,Friedrich v. Studnitz, vermählt, welcher nach dem Kirchenbuchvon Stroppen im Fürstenthum Oels am 27. Juni 1774 alsSohn des Carl Siegmund v. Studnitz, Hauptmanns beim Dra-goner-Regiment von Mitzlaff und Erbherrn auf Ober- undNieder-Peruschen, und der Sophie Eleonore, geborene Freiinv. Diebitsch, geboren war und, 1806 Premier-Lieutenant ge-worden, durch Allerhöchste Cabinets-Ordre 6. ck. Memel, den8. October 1807 den erbetenen Abschied erhielt; er verstarb zuGuhrau am 24. Februar 1848, seine Gattin bereits am 18. De-cember 1827.
Der Freiherr Gottlieb Ferdinand Konrad blieb währendseines Lebens ans dem väterlichen Stammgute Hertwigswaldauwohnhaft, auf welchem er insbesondere auch seine Sorge demSchulwesen der Gemeinde zuwendete und durch persönliche Auf-munterungen, Belohnungen für eifrige Schüler und auskömmlicheund bessere Dotation des Lehrerpersonals dasselbe zu heben suchte,wie ihm dies nach seinem am Z3 April 1803 erfolgten Tode inden Schlesischen Provinzialblättern*) noch besonders nachgerühmtwurde Die Hertwigswaldauer Kirchenchronik bezeichnet ihn als„vorleuchtend durch das Muster des fleißigsten unausgesetztenKirchenbesuchs" und führt an, daß aus dem besonders durchseine Unterstützung neu eingeführten Breslauer Gesangbuche in
*) Juni 1804 S. 102.