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Erst am 6. October konnte er, obwohl noch viele Officiereim Schlosse waren, einen Blick in seine Wirthschaft thun; „ichbewunderte" — schreibt er — „was Gott vor große Gnade inmeiner Abwesenheit an mir gethan", und wahrscheinlich zur Be-zeugung seiner Zufriedenheit zog er an diesem Tage den Amt-mann zur Tafel. Auch dieses ganze Jahr hindurch war dasSchloß von österreichischen und russischen Officieren besetzt undgegen Ende desselben fanden daselbst noch Excesse statt, bei welchenein Bauer von den Soldaten schwer verwundet wurde. OeftereReisen nach Rohnstock, wo in der Gräflich Hochbergischen Familieein Fräulein von Burgsdorf a. d. H. Hohenziethen weilte,brachten allein ihm damals einige angenehme Unterhaltung. Am31. December beschließt er das Jahr mit folgenden Worten:„Ich beendete heute dieses Jahr unter kriegerischen Umständen,Gottlob bei Gesundheit und in ziemlicher Ruhe. Möge ich zuder mir bestimmten Stunde freudig und selig aus der Weltscheiden, und mit meiner lieben seligen Frau und Sohne einseliges und fröhliches Halleluja vor dem Throne des Aller-höchsten anstimmen."
Die ersten Monate des Jahres 1762 verliefen verhältniß-mäßig ruhig, wenn auch die Schlösser in Peterwitz und Hert-wigswaldau nicht aufgehört hatten, österreichische Einquartierung,jedoch nun meist nur von Subalternofsicieren, zu haben, mitdenen im Allgemeinen ein gutes Verhältniß zu erhalten niitErfolg getrachtet wurde. Abwechselung brachten wiederum öftereExcursioncn nach Rohnstock, wegen des Fräulein von Burgsdorf,für welche unser Samuel eine bald erwiederte Neigung fand.Die dort verbrachten Tage wurden jederzeit als sehr vergnügteverzeichnet. Bald kam auch das Fräulein von Burgsdorf, meistin Begleitung der Comtesse von Hochberg, öfter nach Peterwitzzu unseres Samuels Töchtern.
Im Juli, als der König wieder gegen die kaiserliche Armeebei Landshut marschirte, finden wir unseren Samuel am 1^.wieder im Kgl. Hauptquartier in Seitendorf. Am 8. Octoberritt er nach erhaltener Nachricht von der Capitnlation vonSchweidnitz sofort dahin, durfte aber weder in die gesprengtenWerke noch in die Stadt. Dies wurde erst am 11. erlaubt und