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von Kluge, von welchen einer, wie ermähnt, Hartmannsdorf ihmabgekauft hatte, freundliche Aufnahme, wohl Nachkommen der-jenigen Familie, mit welcher die unsere in früheren Zeiten*)in nahen verwandtschaftlichen Beziehungen stand und bei denensich „die Noblesse", unter Anderen auch die Schweiuitz, Zedlitz,Tschammer, vereinigte, insbesondere um durch ein cloucerir sichvon der Plünderung loszukaufen nnd Schutz gegen die Kosakenzu erhalten. Nach den Verhandlungen, die in dieser Hinsichtangeknüpft waren, handelte es sich um 260,000 Gulden, wovondie Noblesse die Hälfte übernehmen und eine Anticipationsratevon 30,000 Fl. sofort leisten sollte. Als indeß über deren Repar-tirung unter der Noblesse Streit und Weiterungen entstanden,fand sich ein kaiserlicher Commissarius in Landshut ein und führtederselbe am 29. April unseren Samuel, welcher die Verhandlungenleitete, unter Eskorte von 4 Cürassiers nach Fürstenstein zu demdort eingesetzten kaiserlichen Generaldirector Baron von Grachtler,um daselbst wegen der 30,000 Fl. weiter zu verhandeln.Auf das Anerbieten, nach Möglichkeit bald wenigstens etwasherbeizuschaffen, wurde unserem Samuel gestattet, unter Bedeckungvon Kosaken wieder nach Landshut zurückzukehren, wo er so-gleich, vorläufig persönlich, 4000 Fl. negociirte und selbige nachFürstenstein abfertigte. Mit der Anticipationsrate von 30,000 Fl.scheint man in Wien zufrieden gewesen zu sein, wenigstens findenwir später notirt, daß unser Samuel nach Fürstenstein reitet, umdem Baron Grachtler für dessen'Vermittelung Dank zu sagen.
Am 3. October konnte unser Samuel wieder in Peterwitzeintreffen, „woselbst ich" — so schreibt er — „Gott sei Dankmein Haus noch ungestört, aber ein Lager von fünf Cavallerie-Regimentern und das Schloß voll von Osficieren vorfand, dar-unter der Fürst von Lobkowitz, die Generals von Esterhazy undPellcgrini, die Obersten v. d. Schulenburg, v. Verliehen, Loidlauund Andere. Am folgenden Tage dinirte ich daselbst mit24 Osficieren und meine Töchter, die in Jauer zurückgeblieben,kamen heraus, um dem General aufzuwarten, bei welchem ichbis 9 Uhr blieb und sodann mit der Adjutantur Taback rauchte."
*) Vergl. S. 75.