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durch die Preußische Besitzergreifung Schlesiens wiedergegebenenReligionsfreiheit hielten sich Johann Practorius und seine Nach-kommen zu den außerhalb der Fürstenthiimer Schweidnitz undJauer nächstgelegenen protestantischen Kirchen. Zahlreiche Ein-träge in den Kirchenbüchern der Gemeinden Gränowitz und Jen-kau lassen darauf schließen, daß vorzugsweise mit den Predigerndieser Gemeinden die Verbindung aufrecht erhalten wurde. JenesProtokoll ergiebt klar und deutlich die Schwierigkeiten, mit welchenunser Ahnherr auch als Protestant und im Festhalten an demererbten Glauben zu jener Zeit in einem zweifelhaften und an-gefochtenen Besitz der Güter auch nach dieser Richtung hin zukämpfen hatte, und welche Vorsicht ihm auferlegt war.
Nach der Verwüstung, welche die Kriegszeit in 30 Jahrender Noth und Angst über die sonst so fruchtbaren Fluren ge-bracht hatte, ist aber auch das administrative Bestreben erkennbar,die zersprengte und verkommene, ja theilwcise ganz verschwundeneBevölkerung wieder zu sammeln, sowie die Güter in die richtigenHände zu bringen und damit ihr Netablisscment und das Wieder-aufleben ihrer Prästationsfähigkeit zu befördern. Dadurch wirdauch das stnatswirthschaftliche Interesse erklärt, von welchem ausder um dieses Retablissement bekümmerte Landeshauptmann derFürstenthiimer die Erhaltung unseres Johann Praetorius iin Be-sitz der Güter zu fördern trachtete und der entgegengesetztenTendenz der fiskalischen Behörde das Gegengewicht hielt.
Am Meisten bewährte sich der landeshauptmannschaftlicheSchutz, als der Prozeß, welchen, wie wir oben gesehen haben,der Fiskal Eysenberg gegen die Praetoriusschen Erben angestrengthatte, für diese, was den Besitz von Hertwigswaldau betrifft,eine ungünstige Wendung voraussehen ließ. Auf eine jedenfallsvom Landeshauptmann befürwortete Vorstellung Michael Böhmv. Böhmfeldts als in Folge der gedachten Erbverbrüderung undvon seiner Mutter Seite her Miterben in den gemeinschaftlichen
Dorf mit ausgebrannter Kirche), den Nimptfchen Erben, Klein-Rosen, dem vonHärtet, Michelsdorf, denen von Nothkirch, Gäbersdorf, denen von LandSkron,Dambsdorf (sambt der Kirchen wüst und ausgebrannt), dem Christoph vonStrachwih, Hartmansdorf, dem Georg Kaspar von Warusdorff, Faulbrnck, demGottfried von Gellhorn auf Girlsdorf und Nie. von Zedlitz gehörig.