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mit eingewiesen worden war. Urkundlich sei derselbe „nach alten-Documenten ein den Waldaw auf Hühnern zugestandenes Lehn-stück gewesen, bis endlich selbiger durch Kayserl. Befehl vom5. Decembris 1625 gegen Abtretung von 19,671 fl. 26 kr. HerrnSchnff-Gotsch seel. Erblich eingeräumbt worden; in der demTobiae Praetorio 1626 ausgestellten Pfand-Urkunde sei von demSenner-Wald kein Jota zu finden, und die Behauptung derPraetorischen Erben, daß er in den Taxen einbegriffen, nicht er-wiesen."
Auf diese Weise gedrängt, producirte Johann Praetoriusin seinein und seiner Stiefmutter Sohnes Michael Böhm vonBöhmfeldts Namen, — welcher letztere bei den 20,000 Thalernin Folge der Erbverbrüderung mit betheiligt war, — eine Punc-tation zur Bestätigung, der zufolge er den Anspruch an beideGüter für 17,000 Thlr. an den „Christoph Leopoldt Schaff-Gotsch,des H. Römischen Reiches Lsinxertrsi, Frh. zu Trachenberg,Kayserl. u. Kgl. Maytt. Obcr-Amts-Rath", zu verkaufen Willenswar, und bat, um endlich in ctivas zu seinein Gelde zu kommenund den Verfolgungen des Fiskals zu entgehen, um vorläufigeApprobation der Punctation Behufs des definitiven Abschlussesdes Verkaufes.
Gegen diese Veräußerung ckuravte lits erhob indeß zuunseres Ahnherrn und der Familie Glück der Fiskal einen be-gründet erachteten Protest, indem er nun gleichzeitig zum förm-lichen Prozeß in xossessorio schritt, während dessen mehrjährigerDauer indeß Johann Praetorius im Besitze von Raußke undHertwigswaldau blieb, und darin, wie bisher, vom Landeshaupt-mann geschützt wurde.
Ueber den Zustand und die Verhältnisse dieser Güter, be-sonders in kirchlicher Hinsicht zu jener Zeit, also während derProzeß über den Besitz derselben schwebte, finden wir Näheresin dem „Protokoll über die gehabte kaiserl. und königl. Friedens-Executions-Commission in denen beiden Fürstenthümbern Schweid-nitz und Jauer vom 8. Decembris 1653 bis Aprilis 1654."*)
*) „Geschichte der gewaltsamen Wegnahme der evangelischen Kirchen undKirchengüter in den Fiirstenthümern Schweidnitz und Jauer während des 17.Jahrhunderts" von I. Berg, evangl. Pfarrer in Langhelwigsdorf. Breslau 1854.