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Mittheilungen über die Familie Mithoff bürgerlicher und geadelter Linie : als Ms gedr. Familienbuch
Entstehung
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»Ich Frantz Burchardt Mithoff Nsäieinav Vovtovbckundtschaffe damit kegen Mänuiglich bezeugend, Nach-demmahl der Hochwürdiger Durchleuchtiger u. Hochgc-borner Fürst vndt Herr, Herr Fricdcnclf Hertzog zuBraunschweig vudt Lüueburg ?olwlivter Loach'utor desStifftes Ratzeburg, Erwählter ThumbProbst des Erz-stifftcs Bremen zc. Mein gncdiger Fürst vndt Herr, zudem vndt von Jtz hochgedachtcr S. Fr. Gu. vndt derenHochlöblichcn Vorfahren Christmildtcr gedechtnuß vonden Hacken zu Münden hiebevor vnderthenig getragenenvndt nunmehr durch Thödtl. abganck der SembtlichcnHacken Ihr. Fr. Gu. anheimgefallen Lehne Wicdcr-cmpfahunge meinen frl. lieben Vattcrn Usatoisu sslitlw-bium beider Rechten Vovboren vndt Fürstl Sächsischergehcimbtcn Naht vndt OanasIIariain zuer Lawcnburg,alß dessen Vattcr v. Ilsatov Nitllobis vndt seine män-lichc Leibes erben von Hochgedachtcn I. F. G. hochlöb-lichcn Vorfahren Christsehl andenckenß damit GnädigXxffzsetiviret gewesen, vff den löten Noulis 9bris alß-dan in Fürstl. Cantzelci zu Zcll untcrthänig zu erscheinengnädig erfucrdertt vndt vorgeladen. Aber Er wegenweilten Weges, insonderheit auch hohen Alters, vndtdabei empfindlicher Leibes vnucrmögenheit daran widerseinen guten Willen behindert wirdt, Danncnhero nucnvor Ihm mich besage einer Mir überschickten Vollmachtbevollmächtiget, vor Ihm vff angeregeten Lehntag michunterthenige einzustellen, auch zu ?ott!von, zu leistenvndt zu verrichten, was desfallcs unsere schuldigkeit mitmehrem erfordere, worinnc» vndt worzu ich mich meinerschuldigkeit vnderthenig erinnere, deshalb bey diesenncuwen vor wesenden rsnovation invaktiturus die ge-bärende Pfande, was mihr in dem obligen will abzu-staten, Jedennoch aber werde ich über alles »erhoffen,etzlicher habender Patienten halber, von welchen ich ohnbesorgende gefahr nicht abkomcn kan, davon abgehalten:Hierumb nuen So habe ich gleich woll, zu nicht destowciniger würcklicher Vorrichtuuge dessen, anderwcitr, zumeinen Sudktituirtcn gcvollmächtigen vndt Anwaldt hin-widerumb eonktituiret vndt verordenct, inmasscn ichnochmals uomius moo tubltituii-s vndt bevollmächtige,den Ehrenvesten wollgclührten Dbsockorum Widcnbuerglssotavium?udlioum Alhicr, Vorweiscrn dises, auch hicmitvndt Krafft dises, derogestaldt vndt also, das derselbean meines sreundl lieben Vatterns stadt, inhalts seineranhero gesandten vndt vff mich ckirigirtcn Vollmacht inFürstl. Cantzelci zu Zell an verordneten tage erscheinen,vor Ihm vndt unser allerseits denen Sembtl: Mithöffebehueff, die obangeregte lehne nochmahls der gcpuerEmpfahe, den gewöndtl lehcn Aydt in aller Intsrattsutenfehlen abstatte, den Reuerß zurückgebe auch alles Anderesthue vndt schaffe, was sich desfallß nach Lehn Rechtvndt gewohnheit gepurct vndt ich selbst, da ich zuerstell, anstadt meines Vattcrn ?vaslliveu, vndt verrichtensolte; Wen Er nun diß oder sonstl zu unser aller derMithoffe nutz, besten vndt frommen also handeln vndtthuen wirdt, daz will ich nicht änderst alß wehre esvon mihr in der persohn geschehen, hiemit beliebet habenratiüoii-öu vndt genehmb, auch ihn deswegen schadtloßhaltten bei vorpfendung meiner redisten haab vndtguedtcr so viel desselben da ihm vor mochte sein wer-den. Da auch obgemcldtcr mein lukltituirler gcvoll-mächtigter einer mehreren Vollmacht dan hierin begriffenbedürfftig were oder sein wuerde, dieselbe soll Ihm itzo

alßdan und dan alß itzo, glcichsamb wehre solche vonWordt zu Wortte hierin oxxrimivet vndt gcsctzct, auchgegeben sein, sonder argelist u. gcfchrde. Brkundt vndtzu mehrer beglaub, dessen habe ich v. lstranvisox,Lui-olmecks Nitlrodis dises mit meinen Eigenen Handenwissendt geschrieben vndt mein angebohr. pitschafft vorroborirct. Hannover den 12. lldrit.^.uuo 1637".

(I-. 8.)

Hieraus folgt i» den Lehusacteu:

„4Xllr: 1637, l). I'Iovtor Nitlrock newer Lchcn-brieffs Loneext".

„Von Gottes gnaden Wir Friderich Hertzog zuBraunschwcig und Luneburg, Postulirtcr Ooach'utor desStiffts Ratzeburg, Erwölter Domprobst des Ertz StiftsBremen, für Vnst, Vnsere Nachkommen vnnd Mennig-licheu hiemit vnnd in Crafft dieses thuen verkündenvnnd bekennen, Alß weiland der Hochgcborner Fürst,Herr Ernst Hertzog zu Braunschwcig vnd Luneburg,Vnser freundlicher geliebter Bruder hochsehligen angc-dcnckcns, Sr. Christschlig Ld. domabligen Leib Neckioo,dem Hochgelarten Ilsetori klitlrobio der Nsclioin Oootorl,ein gcding vnnd anwerbung auff den halben großenZehcndcn für Draußfelt, so Erich Hake von unsern löbfürstlichen Hause Braunschweig Luneburg zu lehcn ge-tragen, derogestalt ertheilet vnnd gegeben, daß im fallietz gedachter Erich Hake vnnd seine dalstcigende Bläu-liche leibß lcheneS Erben mit todt abgehen vnnd ver-sterben wurden, alß dan vorcrwchnter Or. IlsetorNitllod-s vnnd seine Bläuliche leibß Erben mit abge-dachten halben gehenden hinwicderumb iuvsstiret vnndbelehnet werden solten, Vnnd dan nicht allein, wie wirberichtet, für weniger Zeitt Joachimb Hake alß letzlcbcn-dcr solches geschlcchts midt todt abgangeu, sondern auchdarauff bey vuß abgedachtes Ilsetoris Nitlrodsi fehl,hinderlaßenr Sohn, der Erbar, vnnd Hochgelarter Ileetorsslitlrodis der Rechten voetor fürstlicher Nieder Sächsi-scher alter Cantzler für sich vnnd seine MitbcschricbencSohne vnnd Vettern vmb die würckliche belehnung ab-gedachten halben gehenden vnterthenig angehalten vnndgcpctten. Daß wir demnach solcher seiner nicht vnzimt-lichcn Bitte in gnaden statt gethan, vnnd mehr bcrurtcnDr. Ilsetvru Nitbobinm mit solchen erledigten guternhinwiedcrumb in gnaden belehnet haben, Vnnd belehnenIhne also hicmit gcgenwcrtig alß den Eltisten mit Zubehueff seiner Sohne, die würdige vnnd hochgclartcnHanisII, Ilsetorn vnnd issranoiloi slZurolmrclif rssxeetivs8aero Lairetas DlrsoloAiuo, Iltrius^us llurist) vnndNsckieiuas Ooetoren, so dan deren Vettern Ilsetorvnnd Christian Ernste), Ooetor Lonracki Nittllolzü fehl,wie auch Ileetor Moritz, Friedcrich Andreß, HeinrichIuliuß. Burchardt Thomaß vnnd Werner MitthoffcnMoritz fehl. Sohne») vnud ihre allerseitcs eheMänlichc

>) Htrius<^uo Iruüs ist auf Daniel (I.) und Lucro LanetueMieologiae D. auf Hcetor (III.) zu beziehen.

2) Richtiger Christian August, wie das Geschlechts-Registerhat, auch u. a. aus der Adresse des unten mitgetheilten Reseriptsdes Herzogs Friedrich vom 16. März 1648 hervorgeht.

») Nach dem Stammbaume und dem Geschlcchts-Rcgistrr hatteder Amtmann Moritz M. nur einen Sohn: Friedrich Andreas, dieseraber vier (ohne Nachkommen verstorbene) Söhne: Bernhard Thomas,Werner, Heinrich Julius und Friedrich Andreas. Auch in dem Lchn-briefc vom 1. Der. 166g ist Friedrich Andreas als einziger Sohn desAmtmanns Moritz M. aufgeführt. S. jedoch unten die Acte überdas verloren gegangene Lehn vor Münden.