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Das Handlungshaus Ferdinand Flinsch : Gedenkbuch zu dessen fünfzigjähriger Jubelfeier am 20. April 1869
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verbunden sind und so ein Ganzes bilden, in welchem die Aufsicht sehr leicht zufuhren ist, indem die Arbeiter der einzelnen Abtheilungen nicht unbemerkt miteinander verkehren können, denn jede Abtheilung hat ihren eigenen Ausgang,Stiege und Abtritt.

Der östliche Flügel, zwei Stockwerke hoch, 89,9 Meter lang und 16,5 Meterbreit, enthält sämmtliche Räume, die zur Vorbereitung und Aufbewahrung der Hadernerforderlich sind.

Der Mittelbau, drei Stockwerke hoch, 31,2 Meter lang und 17,4 Meter breit,enthält die Maschinen, mittels welcher die Hadern in breiartigen Stoff verwandeltwerden, und gleichzeitig auch die Räume zur Aufbewahrung dieses Halbfabrikats;in dem letzteren Stocke sind Wohnungen angelegt für verheirathete Arbeiter.

Der westliche Flügel, zwei Stockwerke hoch, 39,9 Meter lang und 16,5 Meterbreit, enthält die Maschine, auf der das Papier gemacht, und die Räume, in denendemselben die letzte Appretur gegeben wird.

Der ganze Bau hat somit eine Länge von 111 Meter; er ist ganz von Bruchsteinaufgeführt; Sockel, Thür- und Fenstergewände sind von rothem Sandstein, und dasDach ist mit blauem Schiefer eingedeckt.

Die grosse Ausdehnung des Gebäudes, welches in allen seinen Theilen sehrschöne Verhältnisse besitzt und mit entsprechender Sorgfalt ausgeführt ist, bieteteinen eben so imposanten als gefälligen Anblick, ohne den Charakter eines Fabrik-gebäudes zu verläugnen.

An den Mittelbau schliesst sich auf der nördlichen Seite das Turbinenhaus an,und auf der südlichen Seite liegt in einem terrassenartigen Anbau der Dampfkesselund eine kleine Holzremise.

Wir beginnen nun zunächst mit der Beschreibung des Wasser- und Kanalbaues.

Der Kanal wurde in die Richtung des bestehenden Gewerbekanals gelegt, derBoden des oberen Kanals von Eichenholz und die Seitenwandung von starken Stein-platten ausgeführt, um einerseits möglichst wenig Platz und Licht für den östlichenFlügel des Gebäudes zu verlieren, andrerseits aber auch um alle Reparaturen zuvermeiden, die nicht leicht ohne Störung sämmtlicher an dem Kanäle gelegenenWerke vorgenommen werden können. Auf den Fundamentmauern ruhen die Boden-hölzer; in gleicher Höhe beginnt der Sockel von Quadern, auf welchem die Steinplattenaufsitzen, die durch einzelne Pfeiler verstärkt, oben aber durch Deckplatten unter-einander verbunden sind. Der wasserdichte Verschluss der vertikalen Fugen istdurch eiserne Federn hergestellt, die mit Cement umgössen wurden. Die Steinplattensind auf ihre halbe Dicke in den Sockel eingelassen und die Fugen mit Cement