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2 (1865)
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wurde, wovon etwa 17,000 fl. aus den laufenden Revenuen entnommenwurden. Unser Vermögen hat sich daher in den letzten sechs Jahrenum nahezu 40,000 fl. vermehrt. Viel erfreulicher aber noch als dieseVermögensmehrnng ist die auch in dieser letztverflossenen Periode unterGottes gnädigem Beistande forterhaltene Familieneinigkeit, die mir einfreudiges und hoffnungsvolles Vertrauen für die Zukunft giebt. —Gott der Herr erhalte sie!

Und so bin ich nun an den Schluß meiner Bearbeitung unsererFamiliengeschichte angekommen, die ich bis gegen das Ende des Jahres1864 fortgeführt habe, und die demnach in fortlaufendendem Zusammen-hange einen Zeitraum von nahezu sieben Jahrhunderten umfaßt, dauns vor dem Ende des 12. Jahrhunderts keine sicheren Notizen zu Ge-bote stehen, und sie also erst von da an zusammenhängend beginnt.WaS ich über die Ereignisse unserer Familie, wie über deren Nechts-und Besitzverhältnisse in dieser langen Zeit wahrheitsgetreu, undohne irgend eine Ausschmückung, niedergeschrieben habe, giebt uns einschönes Bild eines wahrhaft edlen Geschlechtes, wo jedes Glied bestrebtwar, sich seiner Ahnen würdig zu zeigen, und sich hervorzuthun inchristlich frommem Sinne, in liebender Sorgfalt für die seiner Herr-schaft Untergebenen, in uneigennützigem Streben für das Wohl derFamilie, wie in ächt ritterlichen Tugenden. — Glänzend leuchten unterihnen ganz besonders hervor: Ludwig I., der im ganzen Lande hochangesehene Ritter, den die Fürsten selbst zur Schlichtung ihrer Streitig-keiten beriefen. — Wolfram III., der muthige Kämpfer, der frommeStifter und der eifrige Förderer des Familienwohlstandes. — Gott-fried (Götz) I, der mit Gertraud, seiner gleichgesinnten Gattin, unsdurch frommen Sinn ein schönes Vorbild ward. — Veit I., der edleRitter, den der Kaiser zum Statthalter Kärnthens ernannte. — Diebeiden Brüder Anton und Christoph, die zu gleicher Zeit Fürst-bischöfe waren, und unseren Namen vom Frankenlande bis zur GränzePolens berühmt machten.— Alexander, der fromme und thatkräftigeAbt des Klosters Banz. — Mathäus II., der gelehrte und tapfereRitter. — Vor Allem Sebastian I., der berühmte Doctor, Richter,Staatsmann und gekrönte Ritter, der durch seine Gelehrsamkeit undritterliche Tapferkeit, wie insbesondere als Schriftsteller, in allendeutschen Landen hochberühmt war, und dem vorzugsweise das schnelle