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2 (1865)
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Iweiunddreißigstrs Aapitcl.

Die Familien- und Gntsverhältnisse vom Tode Hermanns III.an bis znr Gegenwart nnd — Schluß.

Ich habe im vorigen Kapitel erzählt, daß ich zu Anfang desJahres 1858 den Staatsdienst verlassen, und im Frühjahre desselbenJahres nach Eyrichshof gezogen war, wo ich mich sofort nnt meinemBruder Hermann in die Gutsverwaltungsgeschäfte getheilt hatte. Diesenun getheilte Verwaltung dauerte aber, wie wir sahen, nicht lange,denn wenige Monate nachher wurde Hermann in ein besseres Jenseitsabgerufen. Nun fiel seine Gutshälfte an seine vier Söhne, von denenaber nur die beiden ältesten großjährig waren; Gottfried und Hermann,sowie die beiden jüngsten Töchter meines Bruders waren noch minder-jährig, und nach dem Testamente des Vaters wurde ich und die Mutterden Kindern zu Vormündern bestellt, und meine erste Sorge war, denNachlaß meines Bruders zu ordnen. Zugleich übernahm ich nun diealleinige Direction unserer Gutsverwaltuugsgeschäfte. Die im Jahre1833 zwischen uns beiden Brüdern für unsere Lebenszeit gemachteTheilung eines Theils der Güter, von der ich im vorigen Kapitel aus-führlich gesprochen habe, wurde vorerst zwischen mir nnd meinen Neffenbeibehalten, so daß Letztere das Güterloos Rentweinsdorf behielten, wo