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Wohl und ihre Ehre zu leben und zu wirkeu! Ihm bleibe ein treuesdankbares Andenken!
Meine Mutter blieb noch bis zum Herbste 1827 in Rentweins-dorf, wo sie dann mit meinen drei jüngsten Schwestern und der Pflege-tochter Lulu von Seckendorfs zu ihrem alten Vater nach Berlin zog.Marie von Egloffstein kehrte zu ihren Aeltern zurück, und kam vonda nur zeitweise wieder nach Nentweinsdorf. Mein Bruder übernahmdie Gutsverwaltung und lebte mit unserer geliebten Tante Sophie imälterlichen Hause.
Meine Mutter blieb in Berlin bis zum Jahre 1848; sie hattedort ihre^ alten Vater bis 1840, wo er, fast hundert Jahre alt, starb,treu gepflegt, und hatte hier wiederum eine schwere Liebespflicht intreucster Aufopferung durchgeführt, denn der alte Manu war in denletzten Jahren ganz taub und ganz erblindet, daher in dein traurigstenZustande. — Einige Jahre vorher hatte sich meine Schwester Mathildemit dein preußischen Regierungsrathe Freiherrn von Minutoli zu Posenvermählt, und meine Mutter sah hocherfreut, wie ihrer geliebtenTochter ein reiches eheliches Glück an der Seite dieses trefflichen über-aus geistreichen und ausgezeichneten Mannes erblühe. Ich werdeweiter unten bei Mathilde selbst Einiges über diesen höchst interessantenMann anführen.
Nicht lange nach dem Tode des alten Vaters hatte meine armeMutter den tiefen Schmerz, ihre jüngste Tochter Ida zu verlieren, dieam 12. Januar 1842 zu Posen starb, wo meine Mutter zum Besuchebei meiner Schwester Minutolt den Winter zubrachte. Der Tod diesererwachsenen Tochter drückte sie schwer nieder, und dazu kam noch derSchmerz um den geliebten Bruder, meinen trefflichen Schwager Grol-man, der um jene Zeit in Posen starb. — Ein schweres Herzleidenbefiel die sonst so kräftige Frau und verließ sie fortan nicht mehr, ob-gleich ihr noch eine längere Reihe von Lebensjahren gegönnt war.Nach den politischen Stürmen des Jahres 1848, die, wie bekannt, inBerlin besonders heftig aufgetreten waren, zog ineine Mutter mitmeiner Schwester Bertha wiederum nach Nentweinsdorf zurück, wo siedas nun leer gewordene Amthaus zu ihrem Wohnsitze wählte, und wosie noch über zehn Jahre, aber in hänsig leidendem Zustande, und