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von meiner Schwester auf's Treueste gepflegt, still und friedlich lebte.Dort hatte sie oft die Freude, die Minutoli'sche Familie bei sich zuhaben, und mein Schwager brachte selbst den größten Theil der Zeit, woer außer dein activen Staatsdienste war, mit den Seinigen bei derSchwiegermutter zu. Auch die Pflegetochter Lulu, die dazwischen eineReihe von Jahren in Mcrzbach bei der gräflich Nottenhan'schen Familiegelebt hatte, war nun oft und viel bei der theueren Mutter, undbrachte auch, als sie Stiftsdame von Wasenbach geworden, ihreSommer meist ine traulichen Amthäuse von Rentweinsdorf zu.
Im hohen Alter traf meine arme Mutter noch ein herber Schmerz,der uns Alle auf das Tiefste niederbeugte, der Tod meines vortreff-lichen Bruders. Sie überlebte ihn nur noch kurze Zeit. Im Winterauf 1859 verschlimmerte sich ihr Leiden, und am 27. Mai dieses Jahresführte sie ein sanfter Tod zu dem geliebten Gatten, au dessen Seitesie auf dem Kirchhofe zu Rentweinsdorf ruht. — Ihr Scheiden ließeine große Lücke in unserer ganzen Familie zurück, denn sie war derMittelpunkt derselben geworden, und ihr bis zum Ende klar gebliebenerVerstand, ihre nie veränderte treue Mutterliebe und ihr durchaus edlerCharakter hatte ihr die höchste Liebe und Verehrung verschafft, die ihrin und außer der Familie im reichsten Grade zu Theil wurde. Wiemein Vater ein Glanzpunkt unter den Männern unseres Geschlechteswar, so leuchtet sie unter dessen Frauen, und wir widmen auch ihrdas treuste und dankbarste Andenken!