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ordnet worden, und da er nicht mehr viel gehen konnte, so ließ ersich einen Stoßwagen ohne Federn bauen, mit dem er auf den da-mals noch überall unchanssirten Wegen im Trapp fuhr, so daß eskaum der Kutscher zu ertragen vermochte, und doch begleitete ihn da-bei meine gute Mutter! Er kaufte sich auch ein hart trabendes Reit-pferd, und fing im Winter, wo er seltener hinaus konnte, sogar anHolz zu sägen, nur eine anstrengende Bewegung zu haben. NochAbends vor dein Schlafengehen ging er oft stundenlang auf den langenGängen des Schlosses herum, da ihm sonst seine heftigen Leiden keinenSchlaf erlaubten. Die höchst eigenthümlichen Krämpfe des Unterleibeswaren oft so heftig, daß man sie durch mehrere Zimmer hindurchhörte, und daß sie in der Kirche während der Predigt selbst für dieGemeinde störend wurden, und seine Schmerzen dabei waren entsetzlich.
Im Frühjahre 1826, wo ich meine Schwester Thusnelde mit ihrendrei verwaisten Kindern von Berlin, wo ich auf der Universität war,nach Nentweinsdorf begleitete, sah ich meinen armen Vater zum letztenMale. Ich ging von da nach Göttingen. — In der Mitte Juni diesesJahres ward er wieder in's Bad nach Boklet geschickt, wohin ihn meinBruder begleitete. Meine Mutter befand sich gleichzeitig mit denjüngeren Töchtern in Kissingen. Das Bad hatte ihm wenig Linderungverschafft, dennoch reiste er von dort mit meinem Bruder nach Brückenau,wo König Ludwig von Bayern zum erstenmale seit seiner Thron-besteigung einen Sommeraufenthalt machte, und wo ihm der größteTheil des fränkischen Adels aufwartete. Beide ließen sich zur Auf-wartung melden, und wurden zur königlichen Tafel geladen. Währenddiesem Mittagsmahle sah mein Bruder plötzlich, daß sich die Zügemeines Vaters veränderten und er vom Stuhle herab zu sinken begann.Er fing ihn rasch auf und führte ihn in die Nebenstube. Es war einerster Schlaganfall, von dem sich aber mein Vater bald so weit wiedererholt hatte, daß er nach Kissingen zurückfahren konnte. Indessen vonda sandte man ihn sofort nach Hause, denn der Arzt befürchtete eineWiederholung des Schlaganfalles. Meine Mutter und Schwestern, so-wie mein Bruder begleiteten ihn. Er kam recht leidend in Nentweins-dorf an, konnte aber noch mehrere Tage ausfahren. Auf einer dieserFahrten aber zwischen Nentweinsdorf und Sendelbach fühlte er sich